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SCHUFA-Score verbessern: 10 Tipps für eine bessere Bonität
Mit diesen 10 Tipps verbessern Sie Ihren SCHUFA-Score und sichern sich günstigere Konditionen bei Krediten, Mietverträgen und Handyverträgen.
Wir folgen unserer
Geprüft von Ivan Bevanda7 Min. Lesezeit | Persönliche Finanzen
Der SCHUFA-Score entscheidet in Deutschland darüber, ob Sie einen Kredit bekommen, welche Zinsen Sie zahlen und sogar, ob Ihr Mietvertrag zustande kommt. Ein schlechter Score kann Sie buchstäblich Tausende Euro kosten.
Viele Verbraucher fragen sich: Wie kann ich meinen SCHUFA-Score verbessern? In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen 10 konkrete Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihre Bonität erhöhen und sich bessere Konditionen sichern.
SCHUFA-Reform 2026: Neues Scoring-System
Ab Ende März 2026 führt die SCHUFA einen komplett neuen Score ein. Statt über 250 Kriterien bewertet das neue System nur noch 12 klar benannte Faktoren auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten. Verbraucher können den Score erstmals in ihrem SCHUFA-Account einsehen und nachvollziehen.
Was ist ein guter SCHUFA-Score?
Der bisherige Basisscore der SCHUFA reicht von 0 % bis 100 %. Je höher der Wert, desto besser Ihre Bonität und desto niedriger schätzt die SCHUFA Ihr Ausfallrisiko ein.
Im Idealfall liegt Ihr SCHUFA-Score über 97,5 %, was einem sehr geringen Risiko entspricht. Ab 95 % gilt der Score als gut. Laut Statista hatten zuletzt rund 9 % der Personen in Deutschland mindestens ein negatives Merkmal bei der SCHUFA.
| SCHUFA-Score | Risiko eines Zahlungsausfalles |
|---|---|
| 97,5 % | Sehr niedrig |
| 95 - 97,5 % | Niedrig bis überschaubar |
| 90 - 95 % | Mäßig bis erhöht |
| 80 - 90 % | Deutlich erhöht |
| 50 - 80 % | Sehr hoch |
| < 50 % | Kritisch |
Der neue SCHUFA-Score ab 2026
Die SCHUFA stellt ihr Bewertungssystem grundlegend um. Der neue Score basiert auf 12 klar definierten Kriterien und wird auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten berechnet. Je höher die Punktzahl, desto besser Ihre Bonität.
Die 12 Kriterien im Überblick:
Alter des ältesten Girokontos
Alter der ältesten Kreditkarte
Dauer des aktuellen Wohnsitzes
Längste Kreditlaufzeit
Konto- und Kreditkartenanfragen der letzten 12 Monate
Telekommunikations- und Onlinehandel-Anfragen der letzten 12 Monate
Immobilienkredit oder Bürgschaften vorhanden
Aktuelle Ratenkredite
Kreditstatus (laufend/abgeschlossen)
Status der Identitätsverifizierung
Letzte Kreditlinie
Zahlungsausfälle
Die SCHUFA verspricht, dass der neue Score für Laien nachvollziehbar ist. Im digitalen SCHUFA-Account können Sie ab Ende März 2026 Ihren Score einsehen und über ein Erklärtool verstehen, welche Faktoren ihn beeinflussen.
Für die Registrierung benötigen Sie einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion. Die Nutzung ist kostenlos.
Bevor Sie starten: Selbstauskunft einholen
Bevor Sie mit der Verbesserung Ihres SCHUFA-Scores beginnen, sollten Sie eine kostenlose Selbstauskunft einholen. Nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) steht Ihnen diese einmal pro Jahr zu.
Die Datenkopie verschafft Ihnen einen Überblick über alle gespeicherten Daten und eventuelle negative Einträge. Sie können die Auskunft direkt online auf der SCHUFA-Website beantragen.
In diesem Beitrag finden Sie eine Anleitung: SCHUFA-Auskunft kostenlos beantragen
Diese Daten speichert die SCHUFA über Sie
Girokonten und Kreditkarten
Laufende Handy-, Leasing- und Kreditverträge
Zahlungsausfälle und Mahnverfahren
Bürgschaften
Offene Ratenzahlungen
Adressdaten und frühere Wohnsitze
10 Tipps: So verbessern Sie Ihren SCHUFA-Score
Mit den folgenden Maßnahmen können Sie Ihren SCHUFA-Score Schritt für Schritt verbessern. Manche Tipps wirken sofort, andere brauchen etwas Zeit.

1. Rechnungen und Raten pünktlich bezahlen
Der wichtigste Faktor für einen guten SCHUFA-Score: Bezahlen Sie alle Forderungen fristgerecht. Zahlungsausfälle sind der häufigste Grund für eine schlechte Bonität.
Praktischer Tipp: Richten Sie für wiederkehrende Zahlungen Lastschriftverfahren oder Daueraufträge ein. So vergessen Sie keine Frist und vermeiden unnötige Mahnungen.
Übrigens: Nicht jeder Zahlungsverzug führt automatisch zu einem negativen SCHUFA-Eintrag. Erst nach mindestens zwei Mahnungen meldet der Gläubiger den Vorfall an die SCHUFA.
2. Fehlerhafte Einträge löschen lassen
Fehler in der SCHUFA kommen häufiger vor, als viele denken. Prüfen Sie Ihre Datenkopie sorgfältig auf:
- Fehlerhafte Einträge: Falsche Daten oder bereits beglichene Forderungen, die noch als offen vermerkt sind
- Veraltete Einträge: Jedes Merkmal hat eine Löschfrist. Nach Ablauf muss der Eintrag sofort entfernt werden
- Titulierte Forderungen: Auch hier gelten Löschfristen
Wenn Sie fehlerhafte Einträge finden, können Sie deren Löschung direkt bei der SCHUFA beantragen. Während der Prüfung muss die SCHUFA den strittigen Eintrag sperren.
Eine ausführliche Anleitung finden Sie hier: SCHUFA-Einträge löschen
3. Konditionsanfrage statt Kreditanfrage stellen
Beim Kreditvergleich gibt es einen entscheidenden Unterschied:
- Eine Kreditanfrage wird bei der SCHUFA registriert. Mehrere solcher Anfragen in kurzer Zeit signalisieren, dass Sie möglicherweise bei anderen Anbietern abgelehnt wurden.
- Eine Konditionsanfrage ist SCHUFA-neutral und hat keinen Einfluss auf Ihren Score.
Wenn Sie Kreditangebote vergleichen, achten Sie darauf, dass der Anbieter eine Konditionsanfrage stellt. Bei Financer arbeiten wir ausschließlich mit Anbietern zusammen, die in der Angebotsphase SCHUFA-neutrale Konditionsanfragen durchführen.
Konditionsanfrage vs. Kreditanfrage
Im neuen SCHUFA-Score 2026 zählen Konto- und Kreditkartenanfragen der letzten 12 Monate als eines der 12 Bewertungskriterien. Konditionsanfragen bleiben weiterhin SCHUFA-neutral. Nutzen Sie daher konsequent die Konditionsanfrage.
4. Überflüssige Konten und Kreditkarten kündigen
Sie haben mehr als zwei Girokonten oder Kreditkarten? Das kann Ihren SCHUFA-Score belasten. Die SCHUFA bewertet es negativ, wenn Verbraucher mehr als zwei Kreditkarten besitzen, weil dies auf finanzielle Schwierigkeiten hindeuten kann.
Dasselbe gilt für mehrere Girokonten. Kündigen Sie Konten und Karten, die Sie nicht aktiv nutzen.
Wichtig: Lange Laufzeiten bei Girokonten sind ein positives Signal. Das Alter Ihres ältesten Kontos fließt auch im neuen Scoring-System als eigenes Kriterium ein. Behalten Sie also Ihr ältestes Konto und kündigen Sie stattdessen die neueren, ungenutzten Konten.
5. Mehrere Kredite zusammenfassen
Wer mehrere kleine Kredite bei Versandhäusern, Möbelhäusern oder Minikreditanbietern hat, senkt damit seinen SCHUFA-Score. Das gilt auch für den Dispositionskredit bei Ihrer Bank.
Dispo- und Kleinkredite haben mit durchschnittlich 8 bis 12 % effektivem Jahreszins oft deutlich höhere Zinsen als ein normaler Ratenkredit.
Mit einer Kreditumschuldung fassen Sie alle offenen Kredite in einem einzigen Ratenkredit zusammen. Das verbessert Ihren SCHUFA-Score und spart in vielen Fällen Zinsen.
6. Häufige Umzüge vermeiden
Die Dauer Ihres aktuellen Wohnsitzes ist eines der 12 Kriterien im neuen SCHUFA-Score. Häufige Wohnortwechsel werden tendenziell negativ bewertet, da die SCHUFA davon ausgeht, dass es bei Personen mit wechselnden Adressen schwieriger sein könnte, Forderungen einzutreiben.
Natürlich lässt sich ein Umzug nicht immer vermeiden. Wenn Sie aber die Wahl haben, ist eine längere Verweildauer an einem Wohnort positiv für Ihre Bonität.
Beständigkeit wird belohnt
Generell bewertet die SCHUFA Stabilität positiv: lange geführte Konten, ein fester Wohnsitz und pünktlich abgeschlossene Kredite stärken Ihren Score.
7. Auf Datensicherheit achten
Identitätsdiebstahl ist ein unterschätztes Risiko für Ihren SCHUFA-Score. Wenn Betrüger in Ihrem Namen Bestellungen aufgeben oder Verträge abschließen, landen die unbezahlten Rechnungen in Ihrer SCHUFA-Akte.
Falls Sie Opfer eines solchen Betrugs werden:
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei
- Melden Sie den Vorfall direkt bei der SCHUFA
Die SCHUFA wird den betrügerischen Eintrag nach Prüfung bereinigen. Im neuen Scoring-System ist der Status der Identitätsverifizierung sogar ein eigenes Kriterium.
8. Bei Zahlungsproblemen frühzeitig kommunizieren
Wenn Sie eine Rate oder Rechnung nicht fristgerecht begleichen können, suchen Sie sofort das Gespräch mit dem Gläubiger. Warten Sie nicht auf die zweite Mahnung.
Viele Banken und Unternehmen zeigen sich kulant, wenn Kunden offen mit Zahlungsschwierigkeiten umgehen. Eine Ratenverlängerung oder Stundung ist oft möglich und verhindert den gefürchteten negativen SCHUFA-Eintrag.
Mehr zum Thema: Zahlungsverzug: Definition und Voraussetzungen
9. Kauf auf Rechnung und Ratenkauf begrenzen
Online-Shopping mit "Jetzt kaufen, später zahlen" ist bequem, kann aber Ihren SCHUFA-Score belasten. Jede Ratenkauf-Vereinbarung wird bei der SCHUFA registriert.
Besonders problematisch: Wer als Neukunde bei mehreren Onlineshops gleichzeitig auf Raten bestellt, erzeugt viele Anfragen in kurzer Zeit. Das wertet die SCHUFA als Risikosignal.
Tipp: Nutzen Sie Ratenkauf nur gezielt und bei größeren Anschaffungen. Für Alltagseinkäufe zahlen Sie besser sofort per Überweisung oder Lastschrift.
10. Den neuen SCHUFA-Account nutzen
Ab Ende März 2026 stellt die SCHUFA ihren neuen digitalen Account bereit. Dort können Sie:
- Ihren aktuellen Score auf der neuen 100-999-Punkte-Skala einsehen
- Die 12 Bewertungskriterien und deren Gewichtung nachvollziehen
- Gespeicherte Daten prüfen und bei Fehlern sofort reagieren
Die Registrierung ist kostenlos und erfordert eine Online-Ausweisfunktion (eID). Wer regelmäßig seinen Score prüft, erkennt Probleme früh und kann gegensteuern, bevor ein Kreditantrag abgelehnt wird.
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Wie lange dauert es, den SCHUFA-Score zu verbessern?
Verbesserungen beim SCHUFA-Score brauchen Geduld. Die SCHUFA aktualisiert den Basisscore alle drei Monate. Nach einer Änderung (z. B. Löschung eines fehlerhaften Eintrags) kann es also bis zu sechs Monate dauern, bis sich die Verbesserung im Score widerspiegelt.
Manche Maßnahmen wirken schneller als andere:
- Sofortige Wirkung: Löschung fehlerhafter Einträge nach SCHUFA-Prüfung
- Innerhalb von 3-6 Monaten: Kündigung überflüssiger Konten, Umschuldung
- Langfristig (6-12+ Monate): Aufbau einer positiven Zahlungshistorie, stabiler Wohnsitz
Wichtig: Negative Einträge werden nach einer bestimmten Frist automatisch gelöscht. In der Regel beträgt die Löschfrist drei Jahre nach Begleichung der Forderung.
Ist ein SCHUFA-Score von 93 gut?
Ein SCHUFA-Score von 93 % liegt im Bereich "mäßig bis erhöht" (90-95 %). Das bedeutet: Ihre Bonität ist akzeptabel, aber nicht optimal.
Mit einem Score von 93 % bekommen Sie in der Regel einen Kredit, allerdings möglicherweise nicht zu den besten Konditionen. Viele Banken vergeben ihre günstigsten Zinssätze erst ab einem Score von 95 % aufwärts.
Wenn Ihr Score bei 93 % liegt, lohnt es sich, die oben genannten Tipps anzuwenden. Oft reichen kleine Änderungen wie das Kündigen einer ungenutzten Kreditkarte, um in den nächsten Score-Bereich aufzusteigen.
Kredit trotz schlechter SCHUFA
Nicht jeder negative SCHUFA-Eintrag bedeutet automatisch eine Kreditabsage. Es gibt Anbieter, die auch bei eingeschränkter Bonität Kredite vergeben.
Wichtig ist, dass Sie dabei seriöse Anbieter wählen und keine überhöhten Zinsen akzeptieren. Unseren Vergleich für Kredite trotz schlechter Bonität finden Sie hier.
Alternativ können Sie einen Kredit ohne SCHUFA in Betracht ziehen. Beachten Sie aber: Diese Kredite haben oft höhere Zinsen, weil der Anbieter das Ausfallrisiko ohne SCHUFA-Prüfung selbst einschätzen muss.
Häufig gestellte Fragen zum SCHUFA-Score
Wie bekommt man den SCHUFA-Score wieder hoch?
Um Ihren SCHUFA-Score zu erhöhen, sollten Sie zunächst eine kostenlose Selbstauskunft einholen und fehlerhafte Einträge löschen lassen. Bezahlen Sie alle Rechnungen pünktlich, kündigen Sie ungenutzte Konten und Kreditkarten und vermeiden Sie unnötige Kreditanfragen. Nutzen Sie bei Kreditvergleichen immer die SCHUFA-neutrale Konditionsanfrage.
Wie lange dauert es, bis der SCHUFA-Score besser wird?
Der SCHUFA-Basisscore wird alle drei Monate aktualisiert. Nach einer Änderung (z. B. Löschung eines Eintrags) dauert es also bis zu sechs Monate, bis sich die Verbesserung im Score zeigt. Negative Einträge werden in der Regel drei Jahre nach Begleichung der Forderung automatisch gelöscht.
Ist ein SCHUFA-Score von 93 gut?
Ein Score von 93 % fällt in den Bereich "mäßig bis erhöht" (90-95 %). Sie bekommen damit in der Regel Kredite, aber nicht zu den besten Konditionen. Die günstigsten Zinsen vergeben Banken meist ab einem Score von 95 %. Schon kleine Maßnahmen wie das Kündigen einer ungenutzten Kreditkarte können helfen, in den nächsten Bereich aufzusteigen.
Wie bekomme ich die SCHUFA wieder positiv?
Begleichen Sie offene Forderungen und lassen Sie veraltete oder fehlerhafte Negativeinträge löschen. Vermeiden Sie neue Zahlungsausfälle und reduzieren Sie die Anzahl Ihrer Konten und Kreditkarten auf das Nötigste. Bei Zahlungsschwierigkeiten treten Sie frühzeitig mit dem Gläubiger in Kontakt, um einen negativen Eintrag zu verhindern.
Welche Angaben werden in der SCHUFA vermerkt?
Die SCHUFA speichert persönliche Daten (Name, Geburtsdatum, Anschrift), Informationen über Girokonten und Kreditkarten, laufende Verträge (Handy, Kredit, Leasing), Bürgschaften sowie Zahlungshistorie. Nicht gespeichert werden Einkommen, Beruf, Vermögen, Religion oder Kaufverhalten.
Was kann man tun, um die Bonität zu erhöhen?
Holen Sie eine Selbstauskunft ein und lassen Sie fehlerhafte Einträge löschen. Begleichen Sie offene Forderungen zeitnah und nutzen Sie bei Kreditvergleichen Konditionsanfragen. Kündigen Sie ungenutzte Konten und Kreditkarten. Bei mehreren kleinen Krediten kann eine Umschuldung zu einem einzigen Ratenkredit Ihren Score verbessern.

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