Grundsätzlich stehen Ihnen drei Wege offen, wenn Sie ein Girokonto ohne SCHUFA-Prüfung eröffnen möchten:
1. Neobanken ohne SCHUFA-Abfrage
Neobanken wie Revolut oder bunq arbeiten nicht mit der SCHUFA zusammen. Bei der Kontoeröffnung findet keine Bonitätsprüfung statt. Diese Konten bieten oft eine kostenlose Kontoführung, eine App mit modernen Features und eine Debitkarte.
Revolut bietet ein dauerhaft kostenloses Standardkonto mit virtueller und physischer Karte. Die Kontoeröffnung funktioniert komplett digital per App in wenigen Minuten. Besonders praktisch: Kostenlose Überweisungen in viele Länder und gute Wechselkurse für Fremdwährungen.
bunq ist eine niederländische Neobank mit mehreren Kontomodellen. Das Basiskonto (Easy Bank) kostet 3,99 Euro im Monat und bietet eine IBAN (niederländisch), Debitkarte und Online-Banking. bunq unterliegt der niederländischen Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
N26 Flex ist die Option für Personen, deren SCHUFA-Score für das Standardkonto nicht ausreicht. N26 bietet automatisch das Flex-Konto an. Die Kontoführungsgebühr liegt bei 6 Euro pro Monat. Dafür erhalten Sie eine deutsche IBAN, eine Mastercard Debit und Zugang zur N26-App.
2. Basiskonto (gesetzlicher Anspruch)
Das Basiskonto ist im Zahlungskontengesetz (ZKG) geregelt. Jede Bank, die Girokonten anbietet, muss auf Antrag ein Basiskonto eröffnen. Das Konto erlaubt Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen.
Der Nachteil: Basiskonten können teuer sein. Manche Banken berechnen bis zu 27 Euro pro Monat für die Kontoführung. Es gibt allerdings keine festgelegte Obergrenze. Die Gebühren müssen laut Gesetz lediglich "angemessen" sein.
3. Guthabenkonten bei klassischen Banken
Einige Filialbanken bieten ebenfalls Girokonten auf Guthabenbasis an. Die norisbank zum Beispiel eröffnet Konten auch bei schwacher Bonität. Hier lohnt sich ein Blick auf die Konditionen, denn die Gebühren variieren stark.