Anonym
Finanzexperte · Financer

| Indexname | DAXOffizielle Website (öffnet in einem neuen Tab) |
|---|---|
| Sektor | SonstigesBranche: Indexanbieter |
| Gegründet | 1988 |
Der DAX lässt sich nicht direkt wie eine Aktie kaufen. Am einfachsten investieren Sie über einen DAX-ETF oder einen klassischen Indexfonds, der die Zusammensetzung des deutschen Leitindex nachbildet. Dafür benötigen Sie ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem regulierten Online-Broker.
Wenn Sie in den DAX investieren möchten, wählen Sie zuerst zwischen einer Einmalanlage und einem Sparplan. Anschließend vergleichen Sie Fondsgröße, laufende Kosten, Replikationsmethode, Ertragsverwendung und Handelsspanne. Unser Broker-Vergleich zeigt, welche Depotanbieter für den Wertpapierhandel infrage kommen. Günstige App-Anbieter finden Sie zusätzlich im Neobroker-Vergleich.
Ein DAX-ETF verteilt Ihr Geld auf die im Index enthaltenen Unternehmen. Sie kaufen also keinen Anteil am Index selbst, sondern Anteile an einem Fonds. Alternativ können Sie einzelne DAX-Aktien auswählen. Das verlangt jedoch mehr Kapital und führt meist zu einer ungleichmäßigeren Gewichtung. Der Vergleich Aktien oder ETF hilft bei dieser Grundentscheidung.
Der Kauf funktioniert über ein gewöhnliches Wertpapierdepot. Prüfen Sie vor jeder Order das Basisinformationsblatt und die tatsächlichen Kosten.
Depot auswählen
Vergleichen Sie Depotentgelt, Orderkosten, Sparplangebühr, Handelsplätze und Service. Nutzen Sie dafür den Broker-Vergleich.
Passenden Fonds prüfen
Suchen Sie nach einem Fonds, dessen Anlageziel die Nachbildung des DAX ist. Vergleichen Sie ISIN, laufende Kosten, Fondsvolumen, Ausschüttung oder Thesaurierung sowie physische oder synthetische Replikation.
Anlageform festlegen
Entscheiden Sie zwischen Einmalanlage und regelmäßigem Sparplan. Unser ETF-Sparplan-Vergleich unterstützt Sie bei der Auswahl eines passenden Anbieters.
Order kontrollieren
Prüfen Sie Stückzahl, Börsenplatz, Ordertyp, Kurs und sämtliche Gebühren. Eine ausführliche Erklärung finden Sie im Leitfaden zum Aktienkauf.
Langfristig überwachen
Kontrollieren Sie Kosten, Tracking Difference und die Rolle des DAX in Ihrem Gesamtportfolio. Kurzfristige Kursschwankungen allein sind kein sinnvoller Grund für häufige Umschichtungen.
Der DAX ist der bekannteste deutsche Aktienindex. Nach Angaben der Deutschen Börse bildet er 40 große und umsatzstarke Unternehmen des deutschen Aktienmarktes ab. Die Auswahl und Gewichtung folgen festen Regeln. Maßgeblich ist unter anderem die Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien, der sogenannte Streubesitz.
Der Index wurde am 1. Juli 1988 eingeführt. Die Deutsche Börse beschreibt ihn als Barometer für einen großen Teil des börsennotierten deutschen Aktienmarktes. Dennoch steht der DAX nicht für die gesamte deutsche Wirtschaft. Kleine und mittlere Unternehmen, nicht börsennotierte Firmen sowie viele Dienstleistungsbereiche sind darin gar nicht oder nur indirekt vertreten.
Die Indexzusammensetzung wird nach einem veröffentlichten Regelwerk überprüft. Unternehmen können aufsteigen oder ausscheiden. Deshalb ist ein DAX-ETF kein statischer Korb, den der Anbieter einmal zusammenstellt und dann unverändert lässt.
Beim DAX-Kurs gibt es eine Besonderheit, die Vergleiche verzerren kann. In Deutschland wird meist der Performanceindex zitiert. Er rechnet Dividenden rechnerisch so ein, als würden sie wieder in die Indexwerte investiert. Der ebenfalls veröffentlichte Kursindex berücksichtigt dagegen nur Kursveränderungen.
Vergleichen Sie den DAX mit einem ausländischen Index, müssen Sie deshalb darauf achten, ob beide Reihen Dividenden gleich behandeln. Ein Performanceindex wirkt über lange Zeiträume häufig stärker als ein reiner Kursindex, weil ausgeschüttete Erträge einbezogen werden. Das ist keine zusätzliche Renditegarantie, sondern eine andere Berechnungsmethode.
Für Ihre tatsächliche Fondsrendite zählen weitere Punkte: laufende Fondskosten, Abweichung vom Referenzindex, Steuern, Handelskosten und bei ausschüttenden Fonds der Umgang mit Dividenden. Aktuelle Notierungen können Sie in der Übersicht der Aktienkurse prüfen, ohne eine einzelne Momentaufnahme zur langfristigen Prognose zu erklären.
Der DAX-Kurs reagiert auf die Gewinnerwartungen seiner Unternehmen. Steigende Umsätze allein reichen nicht. Anleger beobachten Margen, Auftragseingänge, Finanzierungskosten, Investitionen und den Ausblick der Vorstände. Da viele DAX-Konzerne einen großen Teil ihres Geschäfts im Ausland erzielen, spielen die Weltkonjunktur und Wechselkurse ebenfalls eine wichtige Rolle.
Auch die Geldpolitik wirkt auf Bewertungen. Höhere Marktzinsen verteuern Finanzierungen und erhöhen die Rendite, die Anleger von Aktien verlangen. Fallende Zinsen können Bewertungen stützen, sind aber kein verlässliches Kaufsignal. Energiepreise, Lieferketten, geopolitische Konflikte und Veränderungen im Welthandel treffen die einzelnen Branchen unterschiedlich.
Kurzfristig beeinflussen außerdem Quartalsberichte, Dividendenbeschlüsse und Indexanpassungen den Handel. Der DAX kann deshalb steigen, obwohl einzelne Mitglieder deutlich verlieren, oder fallen, obwohl mehrere Unternehmen gute Zahlen melden. Ein Indexstand fasst viele Entwicklungen in einer einzigen Zahl zusammen. Hinweise zum Umgang mit starken Marktrückgängen finden Sie in unserem Beitrag über einen möglichen Börsencrash.
Ein ETF ist für viele Privatanleger der geradlinigste Zugang. Physisch replizierende Fonds halten alle oder einen wesentlichen Teil der Indexaktien. Synthetische Fonds bilden die Wertentwicklung über ein Tauschgeschäft mit einer Gegenpartei ab. Beide Varianten können den Index eng verfolgen, besitzen aber unterschiedliche Strukturen und Risiken. Eine Auswahlhilfe bietet unser Überblick zu den besten ETFs.
Ein klassischer Indexfonds kann ebenfalls geeignet sein, wird aber nicht zwingend fortlaufend an der Börse gehandelt. Mit einzelnen DAX-Aktien bestimmen Sie die Gewichtung selbst. Dadurch können Sie bestimmte Unternehmen vermeiden oder stärker gewichten, verzichten jedoch auf die automatische Indexnachbildung.
Zertifikate, Optionsscheine, Futures und CFDs können den DAX ebenfalls abbilden. Diese Produkte sind jedoch komplexer. Laufzeit, Emittentenrisiko, Finanzierungskosten und Hebel können das Ergebnis stark verändern. Für einen langfristigen Vermögensaufbau sind sie nicht mit einem breit gestreuten, ungehebelten Fonds gleichzusetzen.
| Zugangsweg | Was Sie besitzen | Wichtige Kosten und Risiken |
|---|---|---|
DAX-ETF | Fondsanteile mit DAX-Nachbildung | Laufende Kosten, Tracking Difference, Handelsspanne, Marktrisiko |
Indexfonds | Anteile an einem nicht zwingend börsengehandelten Fonds | Fondskosten, Ausgabe- oder Rücknahmeregeln, Marktrisiko |
Einzelaktien | Direkte Anteile an ausgewählten DAX-Unternehmen | Orderkosten, Unternehmensrisiko, hoher Aufwand für eine ähnliche Gewichtung |
Derivate | Vertrag oder Schuldverschreibung auf die Indexentwicklung | Hebel, Finanzierung, Emittenten- oder Gegenparteirisiko, mögliche Laufzeit |
Bei einem DAX-ETF entstehen auf Fondsebene laufende Kosten. Zusätzlich können Orderentgelt, Sparplangebühr, Börsenplatzentgelt und die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs anfallen. Ein kostenlos beworbener Sparplan ist deshalb nicht automatisch die günstigste Gesamtlösung. Vergleichen Sie auch die Auswahl an Fonds, Ausführungsplätze und Konditionen für einen späteren Verkauf.
Kapitalerträge werden in Deutschland grundsätzlich mit 25 Prozent Kapitalertragsteuer belastet. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 € pro Person und bei 2.000 € für zusammen veranlagte Ehegatten. Ein Freistellungsauftrag kann verhindern, dass die Bank innerhalb dieses Betrags zunächst Steuer einbehält.
Bei einem steuerlich qualifizierten Aktienfonds sind für Privatanleger nach § 20 Investmentsteuergesetz 30 Prozent der Erträge teilfreigestellt. Ob ein konkreter DAX-ETF die Voraussetzungen erfüllt, entnehmen Sie den Fondsunterlagen und der steuerlichen Einstufung Ihres Anbieters. Ausschüttungen, Veräußerungsgewinne und die Vorabpauschale können steuerlich relevant sein. Bei persönlichen Sonderfällen sollten Sie fachlichen Rat einholen.
Ein DAX-ETF verteilt Ihr Kapital auf 40 Indexmitglieder, ist aber kein weltweit gestreutes Portfolio. Deutschland, große exportorientierte Konzerne und bestimmte Branchen prägen das Ergebnis. Eine schwache Weltkonjunktur, Handelsbeschränkungen oder hohe Energie- und Finanzierungskosten können mehrere Unternehmen gleichzeitig treffen.
Die Gewichtung nach Streubesitz-Marktkapitalisierung führt dazu, dass große Titel die Entwicklung stärker bestimmen. Vierzig Unternehmen reichen zwar für eine breitere Streuung als eine einzelne Aktie, Konzentrationsrisiken bleiben jedoch bestehen. Ein zusätzlicher Welt-ETF kann geografische und sektorale Lücken verringern, bringt aber Überschneidungen und weitere Kosten mit sich.
Kursverluste sind jederzeit möglich. Auch eine lange Haltedauer garantiert keinen Gewinn. Prüfen Sie, ob Sie zwischenzeitliche Rückgänge finanziell und emotional aushalten können, und investieren Sie kein Geld, das bald für Miete, Steuern oder eine Notfallreserve benötigt wird. Vergangene DAX-Renditen sind keine verlässliche Prognose.
Nein. Der DAX ist ein berechneter Index und kein handelbares Wertpapier. Sie können seine Entwicklung zum Beispiel über einen DAX-ETF oder einen Indexfonds nachbilden.
Der DAX umfasst 40 Unternehmen. Die Zusammensetzung wird nach dem veröffentlichten Regelwerk der DAX-Indexfamilie überprüft und kann sich ändern.
Der Performanceindex rechnet Dividenden rechnerisch als wiederangelegt ein. Der Kursindex zeigt nur die Kursveränderungen der enthaltenen Aktien. Deshalb dürfen beide Varianten nicht ohne Kennzeichnung verglichen werden.
Ja, viele DAX-ETF sind sparplanfähig. Prüfen Sie dennoch laufende Fondskosten, Ausführungsgebühr, Fondsstruktur und ob die Konzentration auf 40 deutsche Unternehmen zu Ihrem Gesamtportfolio passt.
Kapitalerträge unterliegen in Deutschland grundsätzlich 25 Prozent Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Sparer-Pauschbetrag und eine mögliche Teilfreistellung für qualifizierte Aktienfonds können die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage verringern.
Nicht für jede Anlagestrategie. Vierzig große deutsche Unternehmen bieten mehr Streuung als eine Einzelaktie, bleiben aber auf einen Markt und bestimmte große Branchen konzentriert. Eine globale Ergänzung kann das Konzentrationsrisiko reduzieren.
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