Der sichtbarste Preis ist selten der wichtigste Preis. Eine Ordergebühr von 0 € oder 1 € wirkt attraktiv, doch die tatsächlichen Kosten entstehen auch über Spreads, Handelsplatzgebühren, Währungsumrechnung, Produktkosten und gelegentlich über Abos.
Ordergebühren: Für Einmalkäufe sind fixe Gebühren leicht zu vergleichen. Bei 100 € Ordervolumen sind 1 € bereits 1 % Kosten. Bei 5.000 € fällt derselbe Euro kaum ins Gewicht. Deshalb sind kostenlose Sparpläne für kleine regelmäßige Beträge so wertvoll.
Spreads: Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Geld-Brief-Spanne ein versteckter Kostenfaktor sein kann. Besonders außerhalb liquider Börsenzeiten kann der Kaufpreis schlechter ausfallen. Bei ETFs mit US-Anteil ist der Nachmittag oft günstiger, weil Europa und die USA gleichzeitig geöffnet sind.
Handelsplätze: Ein Broker mit nur einem Handelsplatz ist bequem, aber nicht immer optimal. Mehr Handelsplätze bedeuten mehr Kontrolle, manchmal aber auch höhere Gebühren und mehr Komplexität.
Steuern: Deutsche Broker führen Abgeltungsteuer in Standardfällen automatisch ab. Ausländische Broker können günstiger oder breiter aufgestellt sein, erhöhen aber oft den Aufwand in der Steuererklärung.
Sicherheit: Prüfen Sie, ob der Anbieter von der BaFin beaufsichtigt wird, in der BaFin-Unternehmensdatenbank auftaucht oder als EU-Anbieter ordnungsgemäß notifiziert ist. Wertpapiere im Depot sind nicht dasselbe wie unverzinstes Guthaben auf dem Verrechnungskonto.
Damit wird aus dem einfachen Preischeck ein echter Online-Broker-Vergleich: Sie sehen, welcher Anbieter als bester Broker für Ihren Zweck infrage kommt, wo ein klassischer Depot-Vergleich reicht, wann ein Neobroker-Vergleich sinnvoll ist und welche Details im Broker-Gebühren-Vergleich nicht fehlen dürfen.
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