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ING Erfahrungen 2026: Konto, Kredit, Depot & Baufinanzierung

Verfasst von Ivan Bevanda

- 9. Juli 2026

Wir folgen unserer
Geprüft von Sven Wilke

Die ING ist Deutschlands größte Direktbank und bündelt Girokonto, Kredite, Baufinanzierung, Sparen und Direkt-Depot unter einer App.

Stark sind das kostenlose Girokonto ab 1.000 € Geldeingang, kostenlose ETF-Sparpläne und klare Kreditkonditionen.

Schwächer sind Ordergebühren, keine Filialberatung und teils langsame Servicefälle. Gut für digitale Bankkunden mit breitem Finanzbedarf im Alltag.

  • Über 10 Millionen Kundinnen und Kunden in Deutschland

  • Girokonto kostenlos ab 1.000 € monatlichem Geldeingang oder unter 28 Jahren

  • Ratenkredit von 5.000 € bis 100.000 € mit 12 bis 120 Monaten Laufzeit

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Financer Score
81
Preisgestaltung86
Support74
Konditionen84
Beliebtheit50
Financer Score
81
INGAusgezeichnet

Basierend auf Preisen, Support, Konditionen, Beliebtheit und Kundenbewertungen.

Preisgestaltung86

Girokonto ab 1.000 € Geldeingang kostenlos, ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr. Orderkosten und Girokonto-Entgelt senken die Bestnote.

Kundenservice74

Hilfe-Center, Telefon, App und Chatbot decken viele Fälle ab. Kritische Stimmen betreffen Erreichbarkeit und komplizierte Einzelfälle.

Bedingungen & Flexibilität84

Kreditrahmen, Laufzeiten und Depotbedingungen sind klar. Schwächer: digitale Direktbank ohne Filialtermin und produktabhängige Bedingungen.

Beliebtheit50

Der Beliebtheitswert zeigt den Prozentsatz der Kunden an, die sich in den letzten 90 Tagen für dieses Unternehmen entschieden haben.

Über den Financer Score

Der Financer Score wird aus unseren redaktionellen Bewertungen in den Bereichen Preisgestaltung, Kundensupport, Konditionen & Flexibilität, Beliebtheit und verifizierte Kundenbewertungen berechnet. Jeder Faktor wird gleich gewichtet, um einen ausgewogenen, unvoreingenommenen Überblick zu bieten.

Wie ING im Vergleich abschneidet

#1von 35 in Kategorie
81Financer Score
79Kategorie-Durchschnitt
+2vs. Durchschnitt
UnternehmensbewertungKategorie-Durchschnitt (79)

ING Erfahrungen im Überblick

Unsere ING Erfahrungen fallen insgesamt stark aus: Die ING ist eine der besten Direktbanken für Menschen, die Konto, Tagesgeld, Kredit, Baufinanzierung und Wertpapierdepot digital bündeln möchten. Die Bank ist groß, reguliert und preislich in vielen Bereichen fair. Sie ist aber nicht automatisch die günstigste Lösung für jede Order, jeden Kredit oder jeden Servicefall.

Die frühere ING-DiBa, heute ING Deutschland, ist eine Vollbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Nach eigenen Angaben betreut sie über 10 Millionen Kundinnen und Kunden und zählt damit zu den größten Banken Deutschlands. Genau das merkt man am Produktangebot: Es geht längst nicht mehr nur um Tagesgeld oder ein einfaches Girokonto, sondern um ein recht breites digitales Finanzpaket.

Für die meisten Leser sind vier Fragen entscheidend: Ist das ING Girokonto wirklich günstig? Lohnt sich das ING Depot? Wie fair ist der ING Kredit? Und wie stark ist die ING Baufinanzierung im Vergleich?

Kurzfazit

Die ING passt besonders gut zu digital orientierten Bankkunden mit regelmäßigen Einnahmen, ETF-Sparplänen oder einem klar kalkulierbaren Kreditbedarf. Weniger ideal ist sie für Menschen, die häufig persönliche Filialberatung, sehr günstige Einzelorders oder Sonderfälle im Kundenservice erwarten.

BereichING KonditionEinordnung
Girokonto0 € ab 1.000 € Geldeingang oder unter 28 Jahren, sonst 4,90 € monatlichStark für Gehaltskonto, schwächer als Zweitkonto ohne Eingang
Ratenkredit5.000 € bis 100.000 €, 12 bis 120 Monate, effektiver Jahreszins 3,69 % bis 10,99 %Solide, aber bonitätsabhängig
Direkt-Depot0 € Depotführung, ETF-Sparpläne ohne AusführungsgebührSehr gut für Sparpläne, teurer bei Einzelorders
BaufinanzierungRepräsentatives Beispiel: 300.000 €, 15 Jahre Zinsbindung, 4,26 % effektiver JahreszinsTransparent, aber zwingend individuell vergleichen

Wer ist die ING?

Die ING-DiBa AG ist die deutsche Direktbank der internationalen ING Group. Der Markenname ING Deutschland steht heute für Girokonten, Sparprodukte, Verbraucherkredite, Baufinanzierungen und Wertpapiergeschäft. Der Sitz liegt in Frankfurt am Main.

Wichtig für die Sicherheit: Die ING-DiBa AG wird im Impressum mit Europäischer Zentralbank und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als zuständigen Aufsichtsbehörden geführt. Für deutsche Kunden ist das ein wesentlicher Unterschied zu vielen reinen Fintech-Apps oder ausländischen Plattformen ohne eigene Vollbanklizenz in Deutschland.

Die Bank arbeitet fast vollständig digital. Es gibt keine klassischen Filialen, in denen Sie spontan am Schalter vorsprechen. Wer seine Bankgeschäfte per App, Web und Telefon erledigt, wird sich schneller zurechtfinden. Wer bei jedem größeren Finanzthema einen festen Berater vor Ort erwartet, stößt an Grenzen.

ING Girokonto: Stark als Gehaltskonto

Beim ING Girokonto ist die wichtigste Zahl schnell genannt: Die Kontoführung ist kostenlos, wenn monatlich mindestens 1.000 € Geldeingang eingehen. Auch Kontoinhaber unter 28 Jahren zahlen kein monatliches Entgelt. Liegt der Geldeingang darunter, berechnet die ING aktuell 4,90 € im Monat.

Damit ist das Konto vor allem als Gehaltskonto interessant. Für Studierende, junge Erwachsene und Arbeitnehmer mit regelmäßigem Einkommen kann es preislich attraktiv sein. Als reines Zweitkonto ohne monatlichen Eingang sieht die Rechnung anders aus, weil die 4,90 € dann aus einem vermeintlich kostenlosen Konto ein kostenpflichtiges Produkt machen.

Im Alltag punktet die ING mit App, Online-Banking, SEPA-Überweisungen, Lastschriften und digitaler Verwaltung. Wer verschiedene Kontomodelle vergleichen möchte, findet im Girokonto Vergleich bessere Orientierung, weil dort auch andere Direktbanken und Filialbanken gegenüberstehen.

Ein Punkt wird oft übersehen: Ein ING Girokonto ist kein Freifahrtschein für jede Nebenleistung. Girocard, Fremdwährungseinsatz, Bargeld im Ausland und Sonderfälle können Kosten auslösen. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Kontoführungsgebühr, sondern auch Ihr tatsächliches Nutzungsverhalten.

ING Kredit: Digital, groß genug, aber nicht ohne SCHUFA

Beim ING Kredit geht es hauptsächlich um den Ratenkredit und den Wohnkredit. Der Ratenkredit liegt laut ING bei 5.000 € bis 100.000 € Nettodarlehensbetrag. Die Laufzeit reicht von 12 bis 120 Monaten. Der effektive Jahreszins bewegt sich aktuell zwischen 3,69 % und 10,99 %. Im repräsentativen Beispiel erhalten mindestens zwei Drittel der Kundinnen und Kunden 7,22 % effektiven Jahreszins oder günstiger.

Das ist ordentlich, aber keine Garantie. Der tatsächliche Zinssatz hängt von Bonität, Einkommen, Ausgaben, Kreditbetrag, Laufzeit und SCHUFA-Daten ab. In Deutschland zählt dabei nicht ein amerikanischer Credit Score, sondern insbesondere der SCHUFA-Score. Wichtig ist außerdem der Unterschied zwischen Konditionsanfrage und Kreditanfrage: Eine Konditionsanfrage dient dem Kreditvergleich und sollte den SCHUFA-Score nicht belasten. Eine echte Kreditanfrage kann dagegen sichtbar werden.

Wenn Sie nur prüfen möchten, welche Kreditrate realistisch ist, sollten Sie erst einen Privatkredit vergleichen und auf schufaneutrale Konditionsanfragen achten. Der Ratenkredit eignet sich vor allem dann, wenn Anschaffung, Umschuldung oder Renovierung klar kalkulierbar sind.

Ein ING Kredit ist weniger passend, wenn Sie eine Kreditzusage trotz negativer SCHUFA erwarten. Solche Fälle gehören in eine andere Kategorie. Lesen Sie dann besser zuerst, wie ein Kredit ohne SCHUFA funktioniert und welche Risiken dahinterstehen.

SCHUFA-Hinweis für Deutschland

Achten Sie bei Kreditvergleichen in Deutschland auf eine Konditionsanfrage. Sie dient der Zinsermittlung. Eine Kreditanfrage ist etwas anderes und kann bei mehreren Anträgen in kurzer Zeit ungünstig wirken.

ING Baufinanzierung: Transparent, aber nicht pauschal günstig

Die ING Baufinanzierung ist einer der Gründe, warum die Bank nicht nur als Kontobank wahrgenommen wird. Im offiziellen Beispiel für den Immobilienkredit nennt die ING 300.000 € Finanzierungssumme, 15 Jahre Zinsbindung, 3,00 % anfängliche Tilgung, 4,15 % gebundenen Sollzins und 4,26 % effektiven Jahreszins. Die anfängliche Rate liegt dort bei 1.787,50 €.

Solche Zahlen helfen beim ersten Gefühl für die Größenordnung. Sie ersetzen aber keinen Vergleich. Bei einer Baufinanzierung ändern Eigenkapital, Objektwert, Beleihungsauslauf, Zinsbindung, Tilgungssatz und persönliche Bonität das Angebot stark. Zwei Haushalte können bei derselben Bank völlig unterschiedliche Konditionen bekommen.

Die ING finanziert im Beispiel bis 85 % des Kaufpreises oder der Herstellungskosten und weist auf Grundbuchkosten sowie die Pflicht zu einer Gebäudeversicherung hin. Das ist sauber, aber auch ein Hinweis: Eine Immobilienfinanzierung besteht nicht nur aus dem Zinssatz. Nebenkosten, Tilgung, Sondertilgungen und Anschlussfinanzierung entscheiden darüber, ob das Angebot langfristig tragfähig ist.

Wer ein Haus oder eine Wohnung finanzieren möchte, sollte die ING als einen Anbieter in den Vergleich aufnehmen und parallel eine Baufinanzierung mit mehreren Banken prüfen.

ING Depot eröffnen: Sehr gut für ETF-Sparpläne

Das ING Depot ist besonders interessant, wenn Sie regelmäßig in ETFs investieren. Die Depotführung ist kostenlos, ETF-Sparpläne haben keine Ausführungsgebühr und der Mindestsparbetrag liegt bei 1 €. Für langfristige Anleger, die monatlich oder vierteljährlich besparen, ist das stark.

Anders sieht es bei Einzelorders aus. Die ING berechnet für Wertpapierkäufe und Verkäufe 4,90 € plus 0,25 % vom Kurswert, maximal 69,90 €. Dazu können Handelsplatzgebühren kommen. Bei einer Order über 500 € im Direkthandel zeigt die ING selbst ein Kostenbeispiel von 6,15 € Ordergebühr.

Das bedeutet: Wer ein ING Depot eröffnen möchte, sollte vorher wissen, wie er investieren will. Für ETF-Sparpläne und ein einfaches Langfristdepot ist das Angebot attraktiv. Für sehr aktive Trader oder kleine Einzelorders sind Neobroker oft günstiger.

Wichtig ist auch der Sicherheitsunterschied: Einlagen auf Konten fallen unter Einlagensicherung. Wertpapiere im Depot sind grundsätzlich Sondervermögen beziehungsweise werden verwahrt und gehören weiterhin den Kundinnen und Kunden. Sie sind aber nicht dasselbe wie ein garantiert verzinstes Bankguthaben. Aktien und ETFs können im Wert schwanken.

Sicherheit: BaFin, EZB und Einlagensicherung

Bei Sicherheit schneidet die ING solide ab. Die ING-DiBa AG ist eine deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main. Im Impressum nennt sie die Europäische Zentralbank und die BaFin als zuständige Aufsichtsbehörden. Die Bank ist außerdem dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen.

Für Verbraucher ist vor allem die gesetzliche Einlagensicherung wichtig. In der EU sind Einlagen grundsätzlich bis mindestens 100.000 € pro Person und Bank geschützt. Dazu zählen etwa Girokonto, Tagesgeld, Festgeld und ähnliche Bankguthaben. Die ING verweist zusätzlich auf freiwillige Einlagensicherung für private Banken.

Das ist ein Pluspunkt, aber kein Grund, große Summen blind zu parken. Wer deutlich mehr als 100.000 € liquide hält, sollte die konkrete Sicherungsgrenze und die Aufteilung auf mehrere Banken prüfen. Bei Gemeinschaftskonten, Geschäftskonten oder Depotverrechnungskonten können Details wichtig werden.

Kundenservice und echte ING Erfahrungen

Die typischen ING Erfahrungen sind zweigeteilt. Viele Kunden loben App, einfache Kontoeröffnung, schnelle Standardprozesse und das breite Angebot. Das passt zum Charakter einer Direktbank: Wenn alles normal läuft, fühlt sich Banking angenehm unsichtbar an.

Kritik entsteht meist bei Sonderfällen. Dazu gehören verlorene Zugangsdaten, Kreditentscheidungen, komplexe Depotfragen, Kartenreklamationen oder lange Bearbeitungszeiten. Die ING bietet ein Hilfe-Center, Telefon, digitale Services und zunehmend automatisierte Hilfe. Das ist praktisch, ersetzt aber keinen persönlichen Filialberater.

Wer sich für eine Direktbank entscheidet, sollte deshalb ehrlich auf die eigene Arbeitsweise schauen. Erledigen Sie Bankgeschäfte gern selbst und sauber digital, spricht viel für die ING. Wollen Sie bei Problemen einen festen Ansprechpartner, kann eine Filialbank trotz höherer Kosten angenehmer sein.

Bei SCHUFA-Themen lohnt sich ein eigener Blick auf die Daten. Wenn Sie Ihren Score verbessern oder Fehler vermeiden möchten, hilft unser Leitfaden zum SCHUFA-Score verbessern. Für Konten mit schwieriger Bonität ist außerdem der Vergleich zum Girokonto ohne SCHUFA sinnvoll.

Für wen eignet sich die ING?

  • Für Angestellte mit mindestens 1.000 € monatlichem Geldeingang, die ein kostenloses Gehaltskonto suchen.

  • Für ETF-Sparer, die ein kostenloses Direkt-Depot mit Sparplänen ab 1 € nutzen möchten.

  • Für Kreditnehmer mit stabiler Bonität, die einen digitalen Antrag und klare Konditionen bevorzugen.

  • Für Immobilienkäufer, die ein Angebot der ING in einen breiteren Baufinanzierungsvergleich einbeziehen möchten.

  • Für Kunden, die App und Online-Banking einer Filiale vorziehen.

Wann sollten Sie Alternativen prüfen?

  • Wenn Ihr Girokonto dauerhaft unter 1.000 € monatlichem Geldeingang bleibt.

  • Wenn Sie viele kleine Einzelorders im Depot ausführen und Orderkosten entscheidend sind.

  • Wenn Sie persönliche Beratung in einer Filiale wünschen.

  • Wenn Ihre SCHUFA stark belastet ist und Sie keine reguläre Kreditprüfung erwarten können.

  • Wenn Sie nur eine einzelne Spezialleistung suchen und kein breites Bankpaket brauchen.

Gebühren und Konditionen: Wo die ING glänzt und wo nicht

Die ING wirkt auf den ersten Blick sehr günstig. Das stimmt in vielen Bereichen, aber nicht überall. Genau deshalb sollten Sie die Bank nicht nur nach einem einzigen Preis beurteilen.

Beim Girokonto ist die Grenze von 1.000 € monatlichem Geldeingang der entscheidende Punkt. Wer sein Gehalt, seine Rente oder regelmäßige Einnahmen auf das Konto bekommt, zahlt keine Kontoführungsgebühr. Wer das Konto als stilles Zweitkonto nutzt, landet dagegen bei 58,80 € pro Jahr. Das ist nicht dramatisch, aber auch nicht kostenlos.

Beim Depot ist die Struktur ähnlich. Die Depotführung und ETF-Sparpläne sind stark. Eine einzelne Wertpapierorder über Börse oder Direkthandel kostet aber 4,90 € plus 0,25 % vom Kurswert. Für Buy-and-Hold-Anleger mit Sparplan ist das selten ein Problem. Für jemanden, der mehrmals im Monat kleine Positionen kauft, summiert es sich.

Beim Kredit ist der ausgewiesene Zinsspielraum breit. 3,69 % effektiver Jahreszins klingt attraktiv, aber der obere Wert von 10,99 % zeigt, dass Bonität und Kreditprofil viel ausmachen. Der faire Vergleich ist deshalb nicht ING gegen Werbezins, sondern ING gegen Ihr konkretes persönliches Angebot.

Auch kleine Nebenbedingungen verdienen Beachtung. Wenn Sie viel mit Bargeld arbeiten, oft außerhalb des Euroraums zahlen oder eine Girocard wirklich brauchen, sollten Sie die Detailpreise prüfen. Direktbanken sind häufig günstig, aber sie verlagern manche Kosten auf genau die Leistungen, die nicht jeder Kunde nutzt.

ING im Vergleich zu anderen Anbietern

Die ING ist besonders stark, wenn Sie mehrere Bankprodukte in einer digitalen Umgebung nutzen möchten. Girokonto, Depot, Kredit und Baufinanzierung sind dann keine losen Einzelbausteine, sondern liegen in einem System. Das macht Verwaltung, Überblick und App-Nutzung angenehm einfach.

Bei einzelnen Produktkategorien gibt es aber harte Konkurrenz. Für Wertpapier-Sparpläne konkurriert die ING mit Neobrokern, die Einzelorders oft günstiger abrechnen. Für Verbraucherkredite konkurriert sie mit Direktbanken, Kreditvermittlern und Filialbanken. Bei Baufinanzierungen treten zusätzlich Vermittler auf, die hunderte Bankpartner vergleichen.

Wenn Sie gezielt einen Ratenkredit suchen, kann neben der ING auch eine Bank wie die TARGOBANK interessant sein. Dort stehen andere Stärken im Vordergrund, etwa Filialnähe, flexible Rückzahlungselemente oder andere Kreditrahmen. Das bessere Angebot hängt weniger vom Namen der Bank ab als von Zinssatz, Gesamtkosten, Sondertilgung, Laufzeit und Ihrer persönlichen Bonität.

Bei der ING lohnt sich also eine einfache Regel: Nutzen Sie die Bank dort, wo sie Ihnen Komfort und faire Konditionen bietet. Vergleichen Sie trotzdem jedes große Finanzprodukt einzeln. Das gilt besonders bei Kredit und Immobilienfinanzierung, weil schon wenige Zehntelprozentpunkte über die Jahre viel Geld ausmachen können.

Praktische Entscheidung: Passt die ING zu Ihrem Alltag?

Die beste Bank ist nicht nur die Bank mit den niedrigsten Gebühren. Sie muss zu Ihrem Alltag passen. Bei der ING heißt das: Sie sollten bereit sein, Dokumente digital einzureichen, sich per App zu legitimieren, Push-Freigaben zu nutzen und viele Fragen im Hilfe-Center selbst zu lösen.

Das klingt banal, ist aber entscheidend. Wer App-Banking mag, gewinnt Zeit. Wer bei Technik schnell unsicher wird, empfindet dieselben Prozesse als Hürde. Besonders bei sensiblen Themen wie Kredit, Kartenreklamation oder Zugangsdaten macht dieser Unterschied viel aus.

Prüfen Sie außerdem, welche Produkte Sie wirklich brauchen. Ein kostenloses Girokonto kann sehr attraktiv sein, wenn es Ihr Hauptkonto wird. Ein Depot ist stark, wenn Sie regelmäßig ETFs besparen. Eine Baufinanzierung oder ein Ratenkredit sollte dagegen nie aus Bequemlichkeit abgeschlossen werden, nur weil Sie bereits ING-Kunde sind.

Für Haushalte mit normalem Einkommen, regelmäßigem Gehaltseingang, langfristigem ETF-Sparplan und gelegentlichem Kreditbedarf ist die ING ein rundes Paket. Für sehr aktive Trader, Menschen mit häufiger Bargeldnutzung, komplexe Baufinanzierungen oder Kunden mit problematischer SCHUFA ist sie eher ein Anbieter unter mehreren.

Unser Urteil zu ING

Die ING ist keine Bank für alle, aber für sehr viele deutsche Haushalte eine starke Basisbank. Das Girokonto überzeugt besonders als Gehaltskonto, das Depot ist für ETF-Sparpläne attraktiv, und die Kreditprodukte sind transparent genug, um sie ernsthaft in einen Vergleich aufzunehmen.

Der größte Vorteil ist die Kombination: Konto, Sparen, Kredit, Baufinanzierung und Depot sitzen in einem digitalen Ökosystem. Das spart Reibung. Der größte Nachteil ist derselbe: Wer aus diesem digitalen System herausfällt, weil er einen Sonderfall hat oder Beratung braucht, merkt schnell, dass eine Direktbank nicht wie eine Filialbank funktioniert.

Unsere Bewertung: Die ING ist eine gute Wahl für digitale Kunden mit normalem bis starkem Finanzprofil. Prüfen Sie bei Kredit, Baufinanzierung und Depot trotzdem immer Alternativen. Gerade bei Zinsen und Orderkosten entscheidet nicht der Markenname, sondern die konkrete Kondition.

Häufige Fragen zu ING

Ist die ING seriös?

Ja. Die ING-DiBa AG ist eine deutsche Vollbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie wird von BaFin und Europäischer Zentralbank beaufsichtigt und ist an die deutsche Einlagensicherung angebunden.

Ist das ING Girokonto kostenlos?

Das ING Girokonto ist kostenlos, wenn monatlich mindestens 1.000 € Geldeingang eingehen oder der Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist. Sonst berechnet die ING aktuell 4,90 € pro Monat.

Lohnt sich das ING Depot?

Das ING Depot lohnt sich vor allem für ETF-Sparpläne, weil die Depotführung kostenlos ist und ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr möglich sind. Für einzelne Wertpapierorders können die Gebühren höher sein als bei manchen Neobrokern.

Wie gut ist der ING Kredit?

Der ING Ratenkredit ist digital, transparent und mit 5.000 € bis 100.000 € breit nutzbar. Der Zinssatz hängt aber von Ihrer Bonität ab. Achten Sie beim Vergleich auf eine SCHUFA-neutrale Konditionsanfrage.

Wie sicher ist Geld bei der ING?

Einlagen sind in der EU grundsätzlich bis 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Die ING ist zusätzlich dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen.

Ist ING und ING-DiBa dasselbe?

Ja. ING-DiBa AG ist die juristische Bank in Deutschland. Im Markenauftritt nutzt die Bank heute vor allem den Namen ING Deutschland.

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