Die Annuität beim Annuitätendarlehen besteht aus zwei Komponenten, die sich während der Laufzeit gegensätzlich entwickeln: dem Zinsanteil und dem Tilgungsanteil.
Der Zinsanteil wird stets auf die aktuelle Restschuld berechnet. Da diese mit jeder Rate sinkt, verringert sich auch der Zinsanteil kontinuierlich. Der Tilgungsanteil verhält sich genau umgekehrt: Er startet niedrig und steigt mit jeder Zahlung automatisch an. Warum? Weil die ersparten Zinsen direkt in die Tilgung fließen, ohne dass Sie mehr bezahlen müssen.
Das Zusammenspiel von Zinsen und Tilgung
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht das Prinzip: Sie nehmen 200.000 EUR zu einem Zinssatz von 3% auf und vereinbaren eine monatliche Rate von 1.000 EUR. Im ersten Monat entfallen 500 EUR auf Zinsen (200.000 EUR × 3% ÷ 12 Monate) und 500 EUR auf die Tilgung. Ihre Restschuld beträgt nun 199.500 EUR.
Im zweiten Monat zahlen Sie nur noch 498,75 € Zinsen, dafür aber 501,25 € Tilgung. Die Gesamtrate bleibt bei 1.000 EUR. Mit jedem Monat verschiebt sich das Verhältnis weiter zugunsten der Tilgung. Nach einigen Jahren tilgen Sie bereits deutlich mehr als Sie an Zinsen zahlen.
Dieser Mechanismus beschleunigt die Entschuldung automatisch, ohne dass Sie Ihre monatliche Belastung erhöhen müssen. Die Annuität bleibt während der gesamten Zinsbindung konstant und bietet Ihnen absolute Planungssicherheit. Sie wissen von Anfang an genau, welche monatliche Belastung auf Sie zukommt - ein entscheidender Vorteil in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten und steuerlicher Belastungen in Deutschland.