Bei der ETF-Sparplan-Rendite müssen Sie sauber zwischen Vergangenheit, Erwartung und Garantie trennen. Die Verbraucherzentrale verweist auf langfristige Kapitalmarktdaten, nach denen Aktienanlagen historisch im Schnitt eine reale Rendite von rund 5,1 % pro Jahr erzielt haben. Bei günstigen Aktien-ETFs können laufende Kosten diese Rendite ungefähr um 0,2 Prozentpunkte senken.
Das heißt nicht, dass Sie jedes Jahr 4 % oder 5 % bekommen. In einzelnen Jahren kann Ihr Depot tiefrot sein. Nach einem Börsencrash können auch breit gestreute ETFs mehrere Jahre brauchen, um sich zu erholen. Gerade deshalb ist der Anlagehorizont so wichtig.
Ein einfaches Beispiel: Wer 20 Jahre lang 100 € monatlich spart und nach Kosten eine durchschnittliche Rendite von 4 % pro Jahr erreicht, hätte am Ende rund 36.700 €. Davon wären 24.000 € eigene Einzahlungen und etwa 12.700 € Ertrag. Bei 4,9 % läge der Endwert rechnerisch bei rund 40.600 €. Das ist keine Prognose, sondern eine Rechenhilfe, damit die Größenordnung greifbar wird.
Dass ETFs in Deutschland längst kein Nischenthema mehr sind, zeigen aktuelle BVI-Daten. Das von deutschen Anlegern gehaltene ETF-Vermögen stieg zwischen Juni 2023 und Juni 2025 von 309 auf 500 Milliarden €. Gleichzeitig berichtete die Bundesbank für Ende 2025 weiter hohe Mittelzuflüsse in Investmentfondsanteile.