Geschäftskonto ohne SCHUFA 2026: Anbieter, IBAN und Kosten

Verfasst von Sven Wilke

- 10. Sept. 2026

Wir folgen unserer
Geprüft von Ivan Bevanda
  • Guthabenkonto statt Bonitätsprüfung: Der Trade-off ehrlich erklärt
  • Deutsche IBAN, Bargeldeinzahlung und Rechtsform als Ausschlusskriterien
  • Warum das Basiskonto nach § 31 ZKG kein Geschäftskonto ist
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Geschäftskonto ohne SCHUFA - Vergleich

20 Aufgelistete Optionen76.0/100 Durchschn. Financer Score657 Nutzerbewertungen

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Geschäftskonto

38 der Kunden haben dies gewählt
Monatliche Gebühr10 €
DebitkarteJa
AbhebungsgebührenKein Rückzugsgebühren
Kontaktlose ZahlungenJa
Smartphone-AppJa
Open-Banking-IntegrationJa
Financer Score
Preisgestaltung96
Support98
Konditionen94
Erfahrung97

Basic 10 €/Monat, Grow 30 €/Monat, Scale 90 €/Monat, Enterprise auf Anfrage. Business Savings 1,75 % Bruttozinsen, täglich ausgezahlt. Merchant-Solution ab 0,8 % + 0,02 € pro Transaktion. Einlagensicherung bis 100.000 € via Revolut Bank UAB (Vilnius) unter litauischer Einlagensicherung (VĮ Indėlių ir investicijų draudimas). Angebot für neue Revolut Business-Kunden über unseren Partnerlink: 80 € Willkommensbonus, Bedingungen gelten.

Überblick

KontotypGeschäftskunden
Mindestbetrag für EröffnungKeine
Mindestalter18
Monatliche Gebühr10 €
Zinssatzartvariable
Zinssatz1.75%

Voraussetzungen

Minimaler Sparzeitraum0 Monate

Bedingungen & Gebühren

AbhebungsgebührenKein Rückzugsgebühren
GeldautomatengebührenNach Freikontingent 2%

Funktionen

Smartphone-AppJa
Web-BankingJa
Mobile ScheckeinzahlungNein
Bill PayJa
P2P-ZahlungenJa
Open-Banking-IntegrationJa

Zusätzliche Felder

DebitkarteJa
Apple PayJa
Google PayJa
Samsung PayJa
Kontaktlose ZahlungenJa

Zusätzliche Felder

ReiseversicherungNein
Cashback auf EinkäufeNein
Rabatte im EinzelhandelJa
Zugang zu Flughafen-LoungesNein
Concierge-ServiceNein

Zusätzliche Felder

24/7 TelefonsupportNein
Live-ChatJa
FilialenNein
Video-BankingNein
Priorisierter ServiceNein

Zusätzliche Felder

TagsGeschäftskonto, GmbH, UG, Freiberufler, SEPA, EU-lizenziert
Empfohlenes UnternehmenJa
Weitere Informationen zum Anbieter

Girokonto ohne SCHUFA

1.724 der Kunden haben dies gewählt
Monatliche Gebühr8 €
DebitkarteJa
AbhebungsgebührenKeine
Kontaktlose ZahlungenJa
Smartphone-AppJa
Open-Banking-IntegrationJa
Financer Score
Preisgestaltung90
Support70
Konditionen90
Erfahrung99

Überblick

KontotypGirokonto
Mindestalter18
Monatliche Gebühr8 €

Bedingungen & Gebühren

AbhebungsgebührenKeine
GeldautomatengebührenBis zu 400€ mtl. kostenlos (danach 2%, aber mind. 1€)

Funktionen

Smartphone-AppJa
Web-BankingJa
Mobile ScheckeinzahlungNein
Bill PayNein
P2P-ZahlungenJa
Open-Banking-IntegrationJa

Zusätzliche Felder

DebitkarteJa
Apple PayJa
Google PayJa
Samsung PayJa
Kontaktlose ZahlungenJa

Zusätzliche Felder

ReiseversicherungJa
Cashback auf EinkäufeNein
Rabatte im EinzelhandelJa
Zugang zu Flughafen-LoungesJa
Concierge-ServiceNein

Zusätzliche Felder

24/7 TelefonsupportNein
Live-ChatJa
FilialenNein
Video-BankingNein
Priorisierter ServiceJa

Zusätzliche Felder

Empfohlenes UnternehmenJa
Weitere Informationen zum Anbieter

Girokonto ohne SCHUFA

1.724 der Kunden haben dies gewählt
Monatliche Gebühr14 €
DebitkarteJa
AbhebungsgebührenKeine
Kontaktlose ZahlungenJa
Smartphone-AppJa
Open-Banking-IntegrationJa
Financer Score
Preisgestaltung90
Support70
Konditionen90
Erfahrung99

Überblick

KontotypGirokonto
Mindestalter18
Monatliche Gebühr14 €

Bedingungen & Gebühren

AbhebungsgebührenKeine
GeldautomatengebührenBis zu 800€ mtl. kostenlos (danach 2%, aber mind. 1€)

Funktionen

Smartphone-AppJa
Web-BankingJa
Mobile ScheckeinzahlungNein
Bill PayNein
P2P-ZahlungenJa
Open-Banking-IntegrationJa

Zusätzliche Felder

DebitkarteJa
Apple PayJa
Google PayJa
Samsung PayJa
Kontaktlose ZahlungenJa

Zusätzliche Felder

ReiseversicherungJa
Cashback auf EinkäufeNein
Rabatte im EinzelhandelJa
Zugang zu Flughafen-LoungesJa
Concierge-ServiceNein

Zusätzliche Felder

24/7 TelefonsupportNein
Live-ChatJa
FilialenNein
Video-BankingNein
Priorisierter ServiceJa

Zusätzliche Felder

Empfohlenes UnternehmenJa
Weitere Informationen zum Anbieter

Obwohl wir unser Bestes geben, um die Daten aktuell zu halten, können wir die vollständige Genauigkeit auf täglicher Basis nicht garantieren

Produktstatistiken

Eine vollständige Aufschlüsselung aller Datenpunkte der Produkte in diesem Vergleich, um Ihnen bei der richtigen Entscheidung zu helfen.

Zugang zu Flughafen-Lounges9 (45.0%)
Apple Pay20 (100.0%)
Bill Pay1 (5.0%)
Cashback auf Einkäufe4 (20.0%)
Kontaktlose Zahlungen20 (100.0%)
Debitkarte20 (100.0%)
Google Pay20 (100.0%)
Zinssatz0.25%-2.01% (0.94%)
Live-Chat12 (60.0%)
Mindestbetrag für Eröffnung0 €-0 € (0 €)
Smartphone-App20 (100.0%)
Mobile Scheckeinzahlung1 (5.0%)
Monatliche Gebühr0 €-17 € (5 €)
Open-Banking-Integration18 (90.0%)
Überziehungslimit0 €-10.000 € (5.000 €)
P2P-Zahlungen18 (90.0%)
24/7 Telefonsupport3 (15.0%)
Priorisierter Service5 (25.0%)
Rabatte im Einzelhandel6 (30.0%)
Samsung Pay14 (70.0%)
Reiseversicherung6 (30.0%)
Web-Banking19 (95.0%)
Statistiken basierend auf 20 girokonten
UnternehmenNiedrigsteHöchste
N26
0,25 %
0,25 %
N26
2,00 %
2,00 %
bunq
2,01 %
2,01 %
N26
0,25 %
0,25 %
N26
0,55 %
0,55 %
C24
0,50 %
0,50 %
N26
0,25 %
0,25 %
Revolut Business
1,75 %
1,75 %

Zinssätze

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Bestbewertet

Revolut

  • Revolut bietet werktags kostenlose Währungsumtausche bis 1.000 EUR mtl. bereits im Standardkonto. Bei den zwei leistungsschwächsten Abos fallen Wochenendgebühren an, dennoch überzeugt das Gesamtpaket preislich gegenüber traditionellen Banken.
  • Revoluts Live-Chat ist rund um die Uhr verfügbar, aber stark KI-gestützt, was menschliche Gespräche einschränkt. Einfache Anfragen werden meist schnell gelöst. E-Mail-Antworten erfolgen im branchenüblichen Zeitrahmen.
  • Revoluts Konditionen und Leistungen sind gut dokumentiert, variieren aber je nach gewähltem Kontomodell. Ohne SCHUFA-Prüfung steht das Konto vielen Kundengruppen offen, allerdings wird keine deutsche IBAN angeboten, was berücksichtigt werden soll.
  • Mit 4,5 Sternen auf Trustpilot bei über 210.000 Bewertungen und 4,8 Sternen im Google Play Store gehört Revolut zu den bestbewerteten Banking-Apps. Einzelne Nutzer berichten von Kontosperrungen.
Financer Score™
Preisgestaltung90
Support70
Konditionen90
Erfahrung99
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Geschäftskonto ohne SCHUFA: Was Sie wirklich bekommen

Ein negativer SCHUFA-Eintrag muss Ihr Unternehmen nicht vom Zahlungsverkehr abschneiden. Mehrere Anbieter eröffnen Geschäftskonten, ohne vorher die Bonität zu prüfen. Der Grund dafür ist weniger großzügig, als es klingt.

Ein Geschäftskonto ohne SCHUFA wird praktisch immer auf Guthabenbasis geführt. Sie können nur ausgeben, was auf dem Konto liegt. Genau deshalb braucht die Bank keine Bonitätsprüfung: Ohne Kreditlinie trägt sie kein Kreditrisiko.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie diese Konten funktionieren, worauf Sie bei deutscher IBAN und Bargeldeinzahlung achten müssen und warum das gesetzliche Basiskonto Ihnen als Unternehmer nicht weiterhilft.

Ein Hinweis zur Sprache: Firmenkonto ohne SCHUFA und Geschäftskonto ohne SCHUFA meinen dasselbe. Die Begriffe werden von Anbietern und Suchenden austauschbar verwendet.

Warum es Geschäftskonten ohne SCHUFA überhaupt gibt

Banken fragen die SCHUFA nicht aus Prinzip ab, sondern weil sie ein Risiko absichern wollen. Dieses Risiko entsteht erst, wenn die Bank Ihnen Geld leiht.

Bei einem klassischen Geschäftskonto gehört ein Kontokorrentkredit zum Angebot. Sie können das Konto überziehen, die Bank streckt vor. Damit steht ein Kreditprodukt im Raum, und die Bank prüft entsprechend Ihre Zahlungshistorie.

Fällt diese Kreditlinie weg, fällt der wichtigste Prüfgrund weg. Ein reines Guthabenkonto lässt sich nicht überziehen, ein Kreditausfall ist damit ausgeschlossen.

Ganz ohne Auskunftei geht es trotzdem nicht immer. Auskunfteien bieten auch Identitäts- und Betrugsprüfungen an, und die kann ein Anbieter nutzen, obwohl er gar keinen Kredit vergibt.

Wer also ein Geschäftskonto ohne SCHUFA sucht, sucht genau genommen ein Geschäftskonto ohne Kreditfunktion. Das ist dieselbe Entscheidung, nur von zwei Seiten betrachtet.

Der Kompromiss in einem Satz

Sie tauschen die Bonitätsprüfung gegen den Verzicht auf Dispo und Kontokorrentkredit. Wenn Ihr Geschäftsmodell auf einer Kreditlinie zur Überbrückung von Zahlungszielen beruht, löst ein schufafreies Konto Ihr eigentliches Problem nicht.

Was bei einem Geschäftskonto überhaupt geprüft wird

Bei einem Firmenkonto schaut die Bank nicht nur auf die Privatperson. Je nach Rechtsform und Anbieter fließen mehrere Quellen ein.

Die SCHUFA ist vor allem für Daten zu natürlichen Personen bekannt, bietet daneben aber auch Wirtschaftsauskünfte über Unternehmen an.

Bei Einzelunternehmern, Freiberuflern und GbR-Gesellschaftern ist das oft dieselbe Person, die auch privat dort erfasst ist. Bei GmbH und UG wird zusätzlich das Unternehmen bewertet, häufig über Auskunfteien wie Creditreform oder CRIF.

Unabhängig von der Bonität bleibt die Identitäts- und Legitimationsprüfung nach dem Geldwäschegesetz immer bestehen. Kein zugelassener Anbieter darf darauf verzichten. Wenn Ihnen jemand ein Konto ganz ohne Ausweisprüfung verspricht, ist das kein Vorteil, sondern ein Warnsignal.

Wo bekomme ich ein Geschäftskonto trotz SCHUFA?

In der Praxis führen drei Wege zum Ziel. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als im Preis und in den Funktionen, auf die Sie verzichten.

Die drei realistischen Wege

  • Digitale Anbieter und Zahlungsinstitute. Konten werden auf Guthabenbasis geführt, die Eröffnung läuft vollständig online. Bonität spielt meist keine Rolle, weil keine Kreditlinie vergeben wird.

  • Filialbanken mit Guthabenkonto. Einzelne Institute führen ein Geschäftskonto auch bei schwacher Bonität weiter, allerdings ohne Dispo und oft zu höheren Kontoführungsgebühren.

  • Der Umweg über die SCHUFA-Korrektur. Einen falschen oder längst erledigten Negativeintrag berichtigen zu lassen, öffnet wieder den regulären Markt. Das dauert länger, kostet aber nichts und ist der einzige Weg, der Ihnen die Kreditfunktion zurückgibt.

Welche Bank guckt nicht in die SCHUFA?

Auf diese Frage gibt es keine Namensliste, die dauerhaft stimmt. Die Prüfpraxis ist eine Geschäftsentscheidung, und Anbieter ändern sie, ohne es anzukündigen. Jede Seite, die Ihnen hier eine feste Liste präsentiert, ist irgendwann veraltet.

Stabil ist dagegen das Muster dahinter, und mit dem können Sie jeden Anbieter selbst einordnen.

Wer in der Regel nicht prüft: Zahlungs- und E-Geld-Institute, die ausschließlich Guthabenkonten führen. Sie vergeben keinen Kredit, also brauchen sie keine Bonitätsauskunft. Geprüft wird nur die Identität, weil das Geldwäschegesetz das vorschreibt.

Wer fast immer prüft: Banken mit eigenem Kreditgeschäft. Sobald ein Konto standardmäßig mit einer Kontokorrentlinie ausgeliefert wird, gehört die Bonitätsprüfung zum Produkt. Das gilt auch für digitale Marken, die zu einer klassischen Bank gehören, weil sie deren Risikopolitik erben.

So prüfen Sie einen Anbieter in zwei Minuten selbst

  • Suchen Sie auf der Anbieterseite gezielt nach dem Wort SCHUFA. Wer bewusst darauf verzichtet, wirbt in der Regel damit und sagt es auf einer eigenen Seite.

  • Schauen Sie ins Preis- und Leistungsverzeichnis und in die Kontobedingungen. Dort steht verbindlich, was das Konto kann, nicht auf der Werbeseite.

  • Prüfen Sie, ob ein Dispo oder Kontokorrentkredit angeboten wird. Falls ja, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit geprüft.

  • Klären Sie im Zweifel vor dem Antrag beim Support, ob eine Bonitätsprüfung stattfindet. Anfragen und Abschlüsse zu Konten und Karten fließen in den SCHUFA-Score ein. Mehrere Anfragen innerhalb von 28 Tagen zählen dabei nur einmal, Vergleichen schadet Ihnen also nicht.

Warum die Trägerbank so viel verrät

FYRST bezeichnet sich auf der eigenen Seite als "ein Angebot und Geschäftsbereich der Deutsche Bank AG". Ein solches Konto folgt der Risikopolitik eines Hauses mit vollem Kreditgeschäft, während ein reines Guthabenkonto eines Zahlungsinstituts anders aufgestellt ist.

Schauen Sie deshalb zuerst, wer hinter der Marke steht. Zu mehreren Anbietern haben wir eigene Testberichte: Kontist, FINOM und FYRST. Die konkrete Prüfpraxis klären Sie trotzdem vor dem Antrag beim Anbieter selbst, sie ändert sich unabhängig von den Konditionen.

Geschäftskonto ohne SCHUFA mit deutscher IBAN

Wer ein Geschäftskonto ohne SCHUFA mit deutscher IBAN sucht, findet dazu viel veraltete Information. Die verbreitete Faustregel, ausländische Lizenz bedeute ausländische IBAN, stimmt so nicht mehr.

Entscheidend ist nicht die Lizenz, sondern ob der Anbieter das Konto über eine deutsche Zweigniederlassung oder eine deutsche Partnerbank führt. Mehrere Anbieter mit Sitz im EU-Ausland vergeben deshalb inzwischen DE-IBANs, teils nur für Neukunden, teils über eine Migration bestehender Konten.

Achten Sie dabei auf eine Falle, die viele Ratgeber übersehen: Ob ein Anbieter eine deutsche IBAN vergibt, kann sich für Privat- und Geschäftskonten unterscheiden. Mehrere Anbieter haben DE-IBANs zuerst im Privatkundengeschäft eingeführt, während Geschäftskonten weiter auf der IBAN des Sitzlandes laufen.

Eine feste Anbieterliste nennen wir hier bewusst nicht. Die IBAN-Vergabe hat sich in diesem Markt zuletzt mehrfach geändert, und eine gedruckte Liste wäre schneller falsch als aktuell. Fragen Sie direkt beim Anbieter, welche IBAN Sie für Ihr Geschäftskonto konkret bekommen.

Zahlungsrechtlich sind Sie mit einer EU-IBAN nicht schlechter gestellt. Bei der Einlagensicherung schon: Sie richtet sich nach dem Sitzland des Instituts. Und bei E-Geld- und Zahlungsinstituten greift überhaupt keine Einlagensicherung, sondern nur die Sicherung der Kundengelder nach § 17 ZAG.

In der Praxis stoßen Sie mit einer ausländischen IBAN außerdem gelegentlich an Grenzen, etwa bei Lastschrifteinzügen, bei Formularen von Behörden und bei Kunden, deren Systeme nur DE-IBANs akzeptieren.

Wenn Sie viele Lastschriften einziehen oder regelmäßig mit Behörden abrechnen, behandeln Sie die deutsche IBAN deshalb als Ausschlusskriterium und nicht als Komfortfrage.

IBAN-Diskriminierung ist rechtswidrig

Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr. 260/2012 verbietet es, ein Zahlungskonto in einem bestimmten Mitgliedstaat zu verlangen. Wörtlich heißt es dort, ein Zahlungsempfänger, der eine Lastschrift verwendet, "gibt nicht vor, in welchem Mitgliedstaat dieses Zahlungskonto zu führen ist".

Voraussetzung ist, dass Ihr Konto im Einklang mit einem unionsweiten Zahlverfahren erreichbar ist. Ist es das, muss Ihre EU-IBAN akzeptiert werden. Ein Formular, das nur DE-IBANs zulässt, ist dann kein Recht der Gegenseite, sondern ein Verstoß, den Sie ansprechen können.

Eine Einschränkung, die für Firmenkunden zählt: Die verpflichtende Erreichbarkeit für Lastschriften gilt nach Artikel 3 Absatz 3 nur für Verfahren, die Verbrauchern als Zahler offenstehen. Die SEPA-Firmenlastschrift (B2B) fällt nicht darunter.

Geschäftskonto ohne SCHUFA mit Bargeldeinzahlung

Hier scheitern die meisten schufafreien Konten an der Realität von Handwerk, Gastronomie und Einzelhandel. Wer Bareinnahmen hat, sollte diesen Punkt zuerst klären.

Digitale Anbieter haben kein Filialnetz und keine eigenen Einzahlungsautomaten. Daraus folgen zwei Möglichkeiten, und die erste wird oft übersehen.

Ein Teil der rein digitalen Anbieter nimmt überhaupt kein Bargeld an. Dort geht Geld nur per Überweisung oder Kartenzahlung ein. Für einen Betrieb mit Tageskasse ist ein solches Konto unbrauchbar, egal wie günstig die Kontoführung ist.

Wo eine Einzahlung möglich ist, entscheidet der Weg über den Preis. Über ein Partnernetz im Einzelhandel erzeugen Sie in der App einen Barcode und zahlen an der Kasse ein. Dieser Weg wird üblicherweise prozentual abgerechnet, oft mit einem Mindestbetrag pro Vorgang.

Am Schalter oder Automaten einer Bank gilt dagegen meist ein Festbetrag. Der Unterschied hängt also am Einzahlungsweg, nicht am Anbietertyp.

Bei regelmäßigen Bareinnahmen wächst eine prozentuale Gebühr linear mit Ihrem Umsatz. Dazu kommen Höchstbeträge, Monatslimits und die Frage, ob ein Partnergeschäft in Ihrer Nähe liegt. Rechnen Sie die Gebühr einmal auf Ihren typischen Monatsumsatz hoch.

Wenn Bargeld Ihr Hauptgeschäft ist

Bei nennenswerten Bareinnahmen ist ein schufafreies Konto bei einem rein digitalen Anbieter selten die richtige Wahl. Prüfen Sie zuerst, ob eine Filialbank oder eine Volksbank vor Ort ein Geschäftskonto auf Guthabenbasis führt. Die Kontoführung kostet dort meist mehr, die Bareinzahlung dafür deutlich weniger.

Kostenloses Geschäftskonto ohne SCHUFA: Was kostenlos hier bedeutet

Ein kostenloses Geschäftskonto ohne SCHUFA gibt es, aber der Nullpreis bezieht sich fast immer nur auf die monatliche Grundgebühr. Der eigentliche Preis steckt in den Positionen darunter.

Bei einem Guthabenkonto zahlen Sie ohnehin keine Sollzinsen, weil Sie gar nicht ins Minus gehen können. Die Anbieter verdienen deshalb über Transaktionen, Karten und Bargeld. Genau dort sollten Sie vergleichen.

Rechnen Sie mit Ihrem realen Monat: die Zahl Ihrer Überweisungen, ob Sie Bargeld einzahlen, ob Sie Zahlungen in Fremdwährung erhalten. Ein Konto für 0 € kann teurer sein als eines für 9 €.

Diese Positionen entscheiden über die echten Kosten

  • Zahl der kostenlosen SEPA-Überweisungen pro Monat und der Preis für jede weitere

  • Gebühr für Bargeldeinzahlung, über Partnernetze meist prozentual, am Schalter meist als Festbetrag

  • Kosten für zusätzliche Debitkarten für Mitarbeitende

  • Fremdwährungsaufschlag bei Zahlungen in anderen Währungen als Euro

  • Preis für Unterkonten, etwa für die Umsatzsteuerrücklage

  • Ob eine Schnittstelle zur Buchhaltung enthalten ist oder extra kostet

Das Basiskonto ist kein Geschäftskonto

Dieser Punkt wird im Netz regelmäßig falsch dargestellt, und er kostet Gründer Zeit.

Seit 2016 gibt es in Deutschland das Recht auf ein Basiskonto. Geregelt ist es in § 31 des Zahlungskontengesetzes (ZKG). Der Gesetzestext ist eindeutig, wen er meint: Verpflichtet wird "ein Institut, das Zahlungskonten für Verbraucher anbietet", und berechtigt ist jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union.

Das Wort Verbraucher ist hier die entscheidende Grenze. Im gesamten Anspruch taucht kein Geschäftskonto auf, kein Unternehmer und kein gewerblicher Zweck.

Praktisch heißt das: Wird Ihnen ein Geschäftskonto verweigert, können Sie sich nicht auf das ZKG berufen. Eine Privatbank entscheidet über Ihren Antrag frei.

Bei Sparkassen liegt es anders, allerdings nicht zu Ihren Gunsten. Die Sparkassengesetze der Länder kennen Kontrahierungspflichten, in Nordrhein-Westfalen etwa § 5 Absatz 2 SpkG NRW. Danach sind Sparkassen verpflichtet, "für natürliche Personen aus dem Trägergebiet auf Antrag Girokonten" zu führen, und eine Ablehnung ist zu begründen.

Entscheidend ist auch hier ein einzelner Begriff: natürliche Personen. Eine GmbH oder UG fällt nicht darunter. Auch aus dem Sparkassenrecht folgt damit kein Anspruch auf ein Geschäftskonto.

Ihr persönlicher Anspruch auf ein Basiskonto bleibt davon unberührt. Der hilft Ihrer Buchhaltung aber nur begrenzt, weil das Konto auf Sie als Privatperson läuft.

Wenn es Ihnen tatsächlich um das private Konto geht, ist das eine andere Fragestellung. Die behandeln wir getrennt im Girokonto ohne SCHUFA Vergleich und im allgemeinen Girokonto Vergleich.

Wichtig für GmbH und UG

Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG (haftungsbeschränkt) kommen ohne eigenes Firmenkonto praktisch nicht aus. Gesellschafts- und Privatvermögen müssen getrennt bleiben, und die Einzahlung des Stammkapitals wird bei der Anmeldung versichert. Bei erheblichen Zweifeln kann das Registergericht Einzahlungsbelege verlangen.

Ein verbreiteter Irrtum dazu: Es muss keine deutsche Bank sein. § 8 Absatz 2 GmbHG lässt ausdrücklich Belege eines in der Europäischen Union niedergelassenen Finanzinstituts oder Zahlungsdienstleisters zu.

Einzelunternehmer und Freiberufler trifft keine solche Pflicht. Sie dürfen ein privates Konto geschäftlich nutzen, verstoßen damit aber häufig gegen die Bedingungen ihrer Bank, die private Girokonten für gewerbliche Zwecke ausschließt.

Welches Geschäftskonto ohne SCHUFA ist am besten?

Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht, und jede Seite, die Ihnen einen einzelnen Sieger nennt, blendet aus, wovon die Antwort abhängt.

Die Konten in diesem Segment unterscheiden sich kaum in dem, was sie können. Sie unterscheiden sich darin, wo sie an Ihrem konkreten Geschäftsmodell scheitern. Ein Onlinehändler ohne Bargeld hat andere Ausschlusskriterien als ein Handwerksbetrieb mit Barzahlungen.

Arbeiten Sie deshalb mit Ausschlusskriterien statt mit Ranglisten. Prüfen Sie die folgenden Punkte in dieser Reihenfolge, und Sie werden meist mit zwei oder drei Kandidaten übrig bleiben.

Prüfen Sie in dieser Reihenfolge

  • Rechtsform. Nicht jeder Anbieter nimmt jede Rechtsform an. Viele digitale Konten sind auf Selbstständige und Freiberufler zugeschnitten und akzeptieren keine Gesellschaft in Gründung.

  • Bargeld. Falls Sie Bareinnahmen haben, entscheidet sich hier fast alles. Ein Teil der Anbieter nimmt gar kein Bargeld an. Prüfen Sie diesen Punkt vor allen anderen.

  • IBAN und Zahlungspartner. Rechnen Sie mit Behörden, Lastschrifteinzügen oder Kunden, die auf einer DE-IBAN bestehen? Dann klären Sie das vor der Eröffnung.

  • Einlagensicherung. Prüfen Sie, ob es sich um eine Bank mit Einlagensicherung handelt, und um welche. Sie richtet sich nach dem Sitzland. Bei E-Geld- und Zahlungsinstituten greift keine Einlagensicherung, sondern nur die Sicherung der Kundengelder nach § 17 ZAG.

  • Laufende Kosten. Erst am Ende. Der Preis entscheidet nur zwischen Anbietern, die die vier Punkte davor überhaupt erfüllen.

Negativen SCHUFA-Eintrag prüfen und korrigieren

Bevor Sie sich dauerhaft mit einem Guthabenkonto einrichten, lohnt sich ein Blick in Ihre eigenen Daten. Fehlerhafte und längst erledigte Einträge sind häufiger, als viele annehmen.

Artikel 15 der DSGVO gibt Ihnen das Recht auf eine Kopie Ihrer Daten, und nach Artikel 12 Absatz 5 ist die Auskunft grundsätzlich unentgeltlich. Erst für weitere Kopien darf ein angemessenes Entgelt anfallen.

Achten Sie darauf, die kostenlose Datenkopie zu beantragen und nicht die kostenpflichtige Bonitätsauskunft, die für Vermieter gedacht ist.

So gehen Sie vor

Der Weg kostet Sie etwas Geduld, aber kein Geld.

Datenkopie anfordern

Beantragen Sie die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO direkt bei der SCHUFA. Sie erhalten damit alle zu Ihnen gespeicherten Daten, nicht nur den Score.

Einträge einzeln durchgehen

Prüfen Sie Beträge, Daten und Gläubiger. Häufige Fehler sind bereits bezahlte Forderungen, doppelt gemeldete Vorgänge und Verwechslungen bei ähnlichen Namen.

Berichtigung verlangen

Nach Art. 16 DSGVO können Sie die unverzügliche Berichtigung unrichtiger Daten verlangen. Reichen Sie Belege mit ein, etwa den Zahlungsnachweis oder die Erledigungsbestätigung des Gläubigers.

Eskalieren, wenn nichts passiert

Bleibt der Eintrag bestehen, obwohl er falsch ist, können Sie die SCHUFA Ombudsfrau anrufen. Voraussetzung ist, dass die SCHUFA das Anliegen bereits zur Klärung hatte und kein Gerichtsverfahren läuft. Parallel steht Ihnen die Beschwerde bei der Datenschutzaufsicht offen, zuständig ist der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Beide Wege sind für Sie kostenfrei.

Vor- und Nachteile im Überblick

Ein Geschäftskonto ohne SCHUFA ist eine Zwischenlösung mit klaren Stärken und ebenso klaren Grenzen.

Dafür spricht

  • Eröffnung auch bei negativem Eintrag, meist vollständig online

  • Keine Überziehung möglich, also kein Aufbau neuer Schulden über das Konto

  • Trennung von privat und geschäftlich, was Buchhaltung und Steuererklärung vereinfacht

  • Schnelle Verfügbarkeit, oft innerhalb weniger Tage nach der Identitätsprüfung

Dagegen spricht

  • Kein Dispo und kein Kontokorrentkredit zur Überbrückung von Zahlungszielen

  • Bargeldeinzahlung fehlt bei manchen Anbietern ganz und ist sonst häufig prozentual bepreist

  • Nicht jeder Anbieter vergibt eine deutsche IBAN, was bei Behörden und Lastschriften stören kann

  • Nicht jede Rechtsform wird von jedem Anbieter akzeptiert

Fazit

Ein Geschäftskonto ohne SCHUFA ist gut erreichbar, solange Sie akzeptieren, dass es ein Guthabenkonto ist. Der fehlende Kreditrahmen ist keine Nebenbedingung, sondern der ganze Grund, warum auf die Prüfung verzichtet wird.

Entscheiden Sie über Ausschlusskriterien: Rechtsform, Bargeld, IBAN, Einlagensicherung. Erst danach über den Preis. Und prüfen Sie parallel Ihre SCHUFA-Daten, denn ein korrigierter Eintrag bringt Ihnen den regulären Markt samt Kreditfunktion zurück.

Wenn Sie ohnehin keinen Kreditrahmen benötigen, lohnt zusätzlich ein Blick in den allgemeinen Geschäftskonto Vergleich. Viele Konten dort sind günstiger, und die Auswahl ist deutlich größer.

Häufig gestellte Fragen

Wo bekomme ich ein Geschäftskonto trotz SCHUFA?

In der Regel bei digitalen Zahlungs- und E-Geld-Instituten, die Konten ausschließlich auf Guthabenbasis führen. Weil sie keine Kreditlinie vergeben, entfällt der Grund für eine Bonitätsprüfung. Daneben führen einzelne Filialbanken ein Geschäftskonto auch bei schwacher Bonität weiter, dann aber ohne Dispo. Die Identitätsprüfung nach dem Geldwäschegesetz bleibt in jedem Fall bestehen.

Welches Geschäftskonto ohne SCHUFA ist am besten?

Das hängt von Ihrem Geschäftsmodell ab, nicht von einer Rangliste. Die Konten in diesem Segment leisten funktional fast dasselbe. Entscheidend ist, wo sie bei Ihnen konkret scheitern. Prüfen Sie in dieser Reihenfolge: akzeptierte Rechtsform, Bargeldeinzahlung, deutsche IBAN, Einlagensicherung. Erst danach den Preis. Meist bleiben dann nur noch zwei oder drei Kandidaten übrig.

Welche Bank guckt nicht in die SCHUFA?

Eine feste Namensliste wäre nicht seriös, weil Anbieter ihre Prüfpraxis jederzeit ändern können. Verlässlich ist das Muster: Wer kein Kreditgeschäft betreibt und nur Guthabenkonten führt, prüft normalerweise nicht auf Bonität. Wer standardmäßig einen Dispo oder Kontokorrentkredit anbietet, prüft fast immer. Fragen Sie im Zweifel vor dem Antrag beim Support nach.

Welche Banken bieten Geschäftskonten ohne SCHUFA und deutsche IBAN an?

Mehr als früher, denn die alte Faustregel ausländische Lizenz gleich ausländische IBAN stimmt so nicht mehr. Ausschlaggebend ist, ob der Anbieter über eine deutsche Zweigniederlassung oder Partnerbank arbeitet. Wichtig: Die Antwort kann für Privat- und Geschäftskonten desselben Anbieters unterschiedlich ausfallen. Fragen Sie vor der Eröffnung direkt nach, welche IBAN Sie für Ihr Geschäftskonto bekommen. Beachten Sie außerdem, dass die IBAN und die SCHUFA-freie Eröffnung zwei getrennte Fragen sind.

Habe ich als Unternehmer ein Recht auf ein Geschäftskonto?

Nein. Das Recht auf ein Basiskonto nach § 31 Zahlungskontengesetz gilt ausdrücklich für Verbraucher, nicht für Unternehmen. Im Gesetz kommen weder Geschäftskonto noch gewerbliche Zwecke vor. Einen dem Basiskonto vergleichbaren Anspruch auf ein Firmenkonto gibt es nicht. Eine Privatbank entscheidet frei. Auch die Kontrahierungspflichten im Sparkassenrecht helfen nicht weiter: § 5 Absatz 2 SpkG NRW etwa verpflichtet Sparkassen nur gegenüber natürlichen Personen aus dem Trägergebiet, nicht gegenüber einer GmbH. Ihr persönlicher Anspruch auf ein Basiskonto bleibt davon unberührt.

Kann ich bei einem Geschäftskonto ohne SCHUFA Bargeld einzahlen?

Oft nicht. Ein großer Teil der rein digitalen Anbieter nimmt gar kein Bargeld an, dort geht Geld nur per Überweisung oder Kartenzahlung ein. Wo eine Einzahlung möglich ist, läuft sie meist über ein Partnernetz im Einzelhandel per Barcode an der Kasse und wird prozentual abgerechnet, oft mit einem Mindestbetrag. Am Bankschalter oder Automaten gilt dagegen meist ein Festbetrag. Klären Sie diesen Punkt vor der Eröffnung.

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