Kostenlose SCHUFA-Auskunft anfordern: So geht es

Verfasst von Ivan Bevanda

- 17. Aug. 2026

Wir folgen unserer
Geprüft von Sven Wilke
Was du in diesem Ratgeber lernst

So beantragen Sie die kostenlose SCHUFA-Datenkopie richtig, prüfen Ihre Angaben und vermeiden unnötige Kosten.

6 Schritte5 Min. Lesezeit

Kostenlose SCHUFA-Auskunft anfordern: Schritt für Schritt

So beantragen Sie die Datenkopie, ohne versehentlich ein kostenpflichtiges Produkt zu bestellen.

Gehen Sie zur Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO

Öffnen Sie die SCHUFA-Seite für die Datenkopie. Achten Sie auf die Bezeichnung Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Begriffe wie BonitätsCheck, BonitätsAuskunft oder meineSCHUFA-Paket führen in der Regel zu kostenpflichtigen Produkten.

Füllen Sie nur die nötigen Pflichtfelder aus

Tragen Sie Ihre persönlichen Daten sauber ein. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sich bei Online-Formularen auf Pflichtfelder zu beschränken. Je genauer Name, Geburtsdatum und Anschrift sind, desto leichter kann die SCHUFA Sie eindeutig zuordnen.

Identität nachweisen, wenn es verlangt wird

Wenn ein Nachweis erforderlich ist, laden Sie nur die verlangten Unterlagen hoch. Schwärzen Sie Angaben, die für die Identifikation nicht nötig sind, soweit das Formular dies zulässt. Bei Unsicherheit ist eine Meldebescheinigung oft übersichtlicher als ein komplettes Ausweisdokument.

Antrag absenden und Bestätigung aufbewahren

Nach dem Absenden sollten Sie eine Bestätigung oder zumindest Datum und Uhrzeit notieren. Das hilft, falls die Unterlagen nicht ankommen oder die Bearbeitung ungewöhnlich lange dauert.

Post abwarten

Die SCHUFA nennt für die postalische Zustellung in der Regel etwa 5 bis 7 Tage. Nach DSGVO muss die Auskunft grundsätzlich innerhalb eines Monats bereitgestellt werden, sofern keine besonderen Gründe für eine Verlängerung vorliegen.

Daten prüfen und Fehler sofort melden

Vergleichen Sie die Daten mit Ihren Verträgen, Kreditkarten, Konten und erledigten Forderungen. Finden Sie falsche oder veraltete Angaben, sollten Sie die Korrektur schriftlich verlangen und Belege beifügen. Mehr dazu finden Sie in unserem Leitfaden zum SCHUFA-Eintrag löschen.

Wenn Sie eine kostenlose SCHUFA-Auskunft anfordern möchten, suchen Sie bei der SCHUFA nach der Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Der Suchbegriff „kostenlose schufa auskunft anfordern“ meint genau diese kostenlose Datenkopie. Sie ist für Ihre persönliche Kontrolle gedacht, wird postalisch zugestellt und kostet nichts. Verwechseln Sie sie nicht mit der kostenpflichtigen BonitätsAuskunft für Vermieter oder Arbeitgeber.

Die Datenkopie zeigt Ihnen, welche Informationen die SCHUFA über Sie gespeichert hat, woher diese Daten stammen und an wen in den vergangenen zwölf Monaten Werte übermittelt wurden. Genau deshalb ist sie nützlich, bevor Sie einen Privatkredit beantragen, umziehen oder einfach prüfen möchten, ob alte Einträge noch in Ihrer Akte stehen.

Kurzantwort

Die kostenlose SCHUFA-Auskunft heißt offiziell Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Sie können sie online über meineSCHUFA beantragen. Die Zustellung erfolgt per Post, meist nach etwa 5 bis 7 Tagen. Für die Wohnungsbewerbung ist meist der kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsCheck besser geeignet, weil die Datenkopie sensible Details enthält.

Das brauchen Sie für den Antrag

  • Ihren vollständigen Namen, Geburtsdatum und aktuelle Anschrift

  • Eine E-Mail-Adresse für Rückfragen oder den Online-Antrag

  • Einen Identitätsnachweis, zum Beispiel Personalausweis, Reisepass oder Meldebescheinigung, wenn die SCHUFA ihn anfordert

  • Eine Adresse, unter der Sie Post zuverlässig erhalten

  • Etwas Geduld, weil die Datenkopie nicht sofort als PDF bereitsteht

Online oder per Post: Welche Variante passt?

Am einfachsten ist es, die kostenlose SCHUFA Auskunft zu beantragen, indem Sie das Online-Formular für die Datenkopie nutzen. Sie geben die Daten digital ein, die Auskunft selbst kommt aber weiterhin per Post. Wer nach „schufa auskunft gratis“ sucht, sollte genau auf diese kostenlose Variante achten.

Wer die SCHUFA-Auskunft kostenlos per Post anfordern möchte, kann sein Auskunftsrecht auch schriftlich geltend machen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie keine Unterlagen hochladen wollen oder wenn das Online-Formular bei Ihrer Adresse Probleme macht. Wichtig ist nur, dass aus Ihrem Schreiben klar hervorgeht: Sie verlangen eine Datenkopie nach Art. 15 DSGVO und keine kostenpflichtige BonitätsAuskunft.

Eine telefonische Anfrage ist weniger sauber, weil Sie später schlechter nachweisen können, was Sie angefordert haben. Für wichtige Vorgänge ist schriftlich oder online besser.

AuskunftKostenZustellungGeeignet für
Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO0 €Per Post, meist 5 bis 7 TageEigene Kontrolle der gespeicherten Daten
SCHUFA-BonitätsCheck29,95 €Digital oder per Post je nach ProduktWeitergabe an Vermieter oder Arbeitgeber
SCHUFA-AccountKostenloser Einstieg möglichDigitalEinblick in Score und Erklärungen nach Identifikation

Was in der Datenkopie steht

Die Datenkopie ist keine hübsche Bewerbungsmappe. Sie ist eher der Maschinenraum Ihrer SCHUFA-Akte: Namen, Anschriften, Vertragsdaten, gespeicherte Zahlungsstörungen, Anfragen und Hinweise darauf, an wen die SCHUFA in den vergangenen zwölf Monaten Wahrscheinlichkeitswerte übermittelt hat.

Seit März 2026 arbeitet die SCHUFA mit einem transparenteren Score-Modell auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten. In Ihrem SCHUFA-Account können Sie diesen Score nachvollziehen. Die Datenkopie bleibt trotzdem wichtig, weil Sie dort sehen, welche Daten überhaupt gespeichert sind. Wenn Sie den Zusammenhang zwischen Einträgen und Bonität besser verstehen möchten, hilft unser Überblick alles, was Sie über die SCHUFA wissen müssen.

Nicht ungeprüft an Vermieter weitergeben

Die kostenlose Datenkopie enthält sensible Informationen und ist für Ihre persönliche Information gedacht. Für eine Wohnungsbewerbung ist ein BonitätsCheck meist die sauberere Variante, weil dort nur relevante Bonitätsinformationen gezeigt werden. Wenn Sie die Datenkopie trotzdem weitergeben, schwärzen Sie private Details, die Dritte nichts angehen.

Nach dem Erhalt: So prüfen Sie Ihre Daten

Legen Sie die Datenkopie nicht einfach in die Schublade. Prüfen Sie sie wie einen Kontoauszug, nur mit deutlich größeren Folgen. Falsche Einträge können dazu führen, dass ein Kredit abgelehnt wird, ein Handyvertrag scheitert oder eine Bank schlechtere Konditionen anbietet.

Achten Sie besonders auf erledigte Forderungen, alte Adressen, fremde Schreibweisen Ihres Namens und Anfragen, die Sie nicht zuordnen können. Ein schlechter Wert ist nicht automatisch ein Fehler. Ein Eintrag, der nachweislich falsch oder unzulässig gespeichert ist, muss aber berichtigt oder gelöscht werden. Danach kann es sich lohnen, gezielt am SCHUFA-Score zu arbeiten.

Typische Fehler, die Sie sofort prüfen sollten

  • Ein erledigter Kredit oder eine bezahlte Forderung wird weiterhin als offen geführt

  • Eine alte Adresse wird mit einer falschen Person verwechselt

  • Ein Girokonto, eine Kreditkarte oder ein Ratenkauf erscheint doppelt

  • Eine Anfrage wurde als Kreditanfrage statt als Konditionsanfrage gespeichert

  • Ein negativer Eintrag bleibt länger sichtbar, als es nach den Regeln zulässig ist

Wenn Sie danach einen Kredit beantragen möchten

Viele Menschen holen die SCHUFA-Auskunft gratis ein, weil anschließend ein Kredit, eine Umschuldung oder eine größere Anschaffung ansteht. Das ist vernünftig, aber der nächste Schritt zählt.

Beim Vergleich von Kreditangeboten sollten Banken möglichst eine Konditionsanfrage stellen. Diese dient nur der Zinsermittlung und beeinflusst den SCHUFA-Score nicht wie eine echte Kreditanfrage. Wird dagegen mehrfach eine Kreditanfrage gemeldet, kann das ungünstig wirken. Seriöse Anbieter und Vermittler kennen diesen Unterschied. Das gilt auch, wenn Sie Anbieter wie TARGOBANK oder Kreditvermittler prüfen.

Wenn Ihr Score schwach ist, ist ein Kredit ohne SCHUFA nicht automatisch die bessere Lösung. Prüfen Sie zuerst, ob die Daten korrekt sind. Oft ist eine Korrektur wertvoller als ein teurer Ausweichkredit.

Konditionsanfrage statt Kreditanfrage

Fragen Sie vor einem Kreditvergleich ausdrücklich nach, ob nur eine Konditionsanfrage an die SCHUFA geht. In Deutschland ist dieser Unterschied wichtig: Eine Konditionsanfrage dient dem Vergleich, eine Kreditanfrage kann sichtbar werden und den Eindruck mehrerer paralleler Anträge erzeugen.

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Häufige Missverständnisse

Die größte Falle ist die Sprache. Wer „SCHUFA-Auskunft“ sucht, landet schnell bei Produkten, die Geld kosten. Für Ihr gesetzliches Auskunftsrecht brauchen Sie die Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Wenn Sie „kostenlose schufa auskunft beantragen“ googeln, ist das also nicht dasselbe wie eine SCHUFA-BonitätsAuskunft zu kaufen.

Zweiter Punkt: Die kostenlose Datenkopie ist kein Maklerdokument. Sie kann zwar zeigen, was gespeichert ist, enthält aber mehr private Details als ein Vermieter üblicherweise sehen sollte.

Dritter Punkt: Eine eigene Auskunft verschlechtert Ihren Score nicht. Problematisch sind eher falsche Daten, offene Zahlungsstörungen oder ungünstige Anfragetypen bei Banken und Händlern. Wer regelmäßig eine SCHUFA Auskunft einholen will, sollte es nicht übertreiben, aber eine sachliche Prüfung der eigenen Daten ist Ihr gutes Recht.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft anfordern?

Suchen Sie bei der SCHUFA nach der Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO. Diese kostenlose Auskunft können Sie online beantragen. Die Zustellung erfolgt postalisch.

Ist die kostenlose SCHUFA-Datenkopie wirklich gratis?

Ja. Das Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO ist grundsätzlich kostenlos. Nur bei offenkundig unbegründeten oder exzessiv wiederholten Anfragen kann ein Unternehmen unter engen Voraussetzungen ein Entgelt verlangen oder ablehnen.

Kann ich die SCHUFA-Auskunft kostenlos per Post anfordern?

Ja. Sie können die Datenkopie schriftlich anfordern. Wichtig ist, dass Sie ausdrücklich die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO verlangen und keine kostenpflichtige BonitätsAuskunft bestellen.

Wie lange dauert die kostenlose SCHUFA-Auskunft?

Die SCHUFA nennt für die postalische Zustellung meist 5 bis 7 Tage. Nach DSGVO muss die Auskunft grundsätzlich innerhalb eines Monats bereitgestellt werden.

Ist die kostenlose Datenkopie für Vermieter geeignet?

Nur eingeschränkt. Die Datenkopie enthält sensible private Informationen und ist für Ihre eigene Kontrolle gedacht. Für Vermieter ist der kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsCheck meist passender.

Wirkt sich eine SCHUFA-Selbstauskunft auf den SCHUFA-Score aus?

Nein. Das Einholen der eigenen Datenkopie ist keine Kreditanfrage und verschlechtert Ihren SCHUFA-Score nicht.

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