Gehen Sie bei einer kostenlosen Prepaid-Kreditkarte nicht von der Überschrift aus, sondern vom Preisverzeichnis. Schreiben Sie sich zuerst auf, wofür Sie die Karte wirklich nutzen: Online-Einkäufe, Reisen, Bargeld, Abos oder als getrenntes Budgetkonto. Danach prüfen Sie nur die Gebühren, die zu diesem Verhalten passen.
Ein Beispiel: Wenn Sie die Karte nur für Streaming-Dienste und Online-Shops nutzen, sind Bargeldgebühren fast egal. Wichtiger sind virtuelle Kartendaten, schnelle Sperrung in der App und klare Limits. Wenn Sie die Karte für Reisen nutzen, zählen Fremdwährungsentgelt, Akzeptanz, Notfallservice und Abhebegebühren. Bei Mietwagen und Hotels sollten Sie vorab fragen, ob Prepaid- oder Debitkarten akzeptiert werden. Eine abgelehnte Kaution am Schalter ist deutlich teurer als eine Karte mit 0 € Jahresgebühr.
Prüfen Sie außerdem, ob die kostenlose Variante dauerhaft reicht. Manche Anbieter bieten ein kostenloses Einstiegspaket, aber wichtige Funktionen liegen im kostenpflichtigen Plan. Das ist nicht automatisch schlecht. Es muss nur vorher klar sein. Wenn Sie für die Plastikkarte, Versand und Ersatzkarte zahlen müssen, ist eine scheinbar kostenlose Lösung nach zwei Jahren vielleicht teurer als eine Karte mit kleiner, aber transparenter Jahresgebühr.
Bei Karten mit Kreditrahmen kommt ein weiterer Punkt dazu: die Rückzahlung. Wenn Sie eine Karte wählen, die keine echte Prepaid-Karte ist, stellen Sie die Rückzahlung möglichst auf vollständigen Ausgleich. So vermeiden Sie Sollzinsen. Bei Vergleichsanfragen zu Kreditprodukten ist in Deutschland außerdem wichtig, dass Anbieter sauber mit SCHUFA-Anfragen umgehen. Bei Kreditkarten geht es meist um eine Karten- oder Kontoentscheidung, nicht um klassisches Rate-Shopping. Trotzdem gilt: Lesen Sie, ob ein Kreditrahmen beantragt wird oder nicht.
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