Das Gebührensystem von Ferratum hat eine komplette Umwandlung erfahren, eine Änderung, die wir trotz der gestiegenen Zinssätze als deutlich positiv bewerten.
Das frühere Kostensystem basierte auf einem scheinbar moderaten effektiven Jahreszins von 15,04%, der im Vergleich zu anderen Minikredit-Anbietern wie Cashper (13,40-13,60%) und Vexcash (14,82%) durchaus wettbewerbsfähig erschien. Allerdings konnten zahlreiche Zusatzkosten den tatsächlichen Zinssatz auf astronomische Höhen treiben.
Ein besonderer Vorteil des neuen Systems: Die ehemals kostspielige "Xpressservice"-Gebühr, die für die schnelle Kreditbereitstellung berechnet wurde und die Gesamtkosten um mehrere hundert Prozent erhöhen konnte, entfällt vollständig. Die neue Kreditkarte wird stattdessen binnen Minuten aktiviert, ohne Zusatzkosten. Diese Vereinfachung ist ein erheblicher Fortschritt.
Der aktuelle effektive Jahreszins von 24,36% liegt zwar deutlich über dem des alten Produkts, dafür werden nun praktisch keine weiteren Gebühren erhoben. Lediglich für eventuelle Ratenpausen fällt eine Gebühr ab 15 Euro an, eine Option, die unserer Einschätzung nach möglichst vermieden werden sollte.
Trotz des höheren Zinssatzes ist das neue Preismodell transparenter und kalkulierbarer. Die eingeräumte Flexibilität bei der Rückzahlung rechtfertigt teilweise den erhöhten Zinssatz, erfordert jedoch einen verantwortungsvollen Umgang. Wie bei allen revolvierenden Kreditprodukten, vergleichbar mit Dispo- oder Kontokorrentkrediten, empfehlen wir die kurzfristige Nutzung, um die Zinsbelastung zu minimieren.
Kostenbeispiele zur Ferratum Mastercard
Um die tatsächlichen Kosten der Ferratum Mastercard zu veranschaulichen, betrachten wir zwei realistische Nutzungsszenarien mit unterschiedlichen Kreditbeträgen und Rückzahlungsstrategien.
Szenario 1: Kreditbetrag 1.000 Euro mit gleichmäßiger Rückzahlung
In diesem Beispiel nimmt der Kreditnehmer 1.000 Euro auf und zahlt monatlich 200 Euro zurück.