5. Verschuldungsgrad
Der Verschuldungsgrad misst das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital eines Unternehmens und zeigt damit, wie stark ein Unternehmen von externen Geldgebern abhängig ist.
Value-Investoren bevorzugen Unternehmen mit niedrigem Verschuldungsgrad (idealerweise unter 0,5), da diese mehr finanzielle Flexibilität besitzen, um Krisen zu überstehen oder Wachstumschancen zu nutzen.
Je weniger verschuldet ein Unternehmen ist, desto geringer sind die Zinsbelastungen und das finanzielle Risiko, was langfristig zu stabileren Renditen führen kann.
6. Umsatz
Der Umsatz eines Unternehmens gibt die Gesamteinnahmen aus verkauften Produkten oder Dienstleistungen während eines bestimmten Zeitraums (meist Quartal oder Jahr) an und ist ein grundlegender Indikator für die Geschäftsaktivität.
Value-Investoren achten besonders auf einen kontinuierlich steigenden Umsatz, da dieser auf eine wachsende Marktdurchdringung hindeutet und dem Unternehmen mehr Liquidität für Investitionen, Schuldenabbau oder Dividendenzahlungen verschafft.
Ein nachhaltiges Umsatzwachstum, insbesondere wenn es über dem Branchendurchschnitt liegt, deutet oft auf Wettbewerbsvorteile hin und kann ein Indikator für unterbewertete Qualitätsunternehmen sein.
Qualitative oder quantitative Kriterien: Welche sind wichtiger?
Bei den meisten Anhängern der Value-Strategie gelten die qualitativen Kriterien im Vergleich zu den quantitativen als wesentlich wichtiger.
Falls Sie sich kein qualitatives Verständnis für das gewünschte Unternehmen verschaffen, dann werden Ihnen auch die quantitativen Kennzahlen bei der Analyse nicht von großer Hilfe sein.
Bei der Suche nach den besten Value-Aktien ist es letztendlich wichtig, das perfekte Gleichgewicht zu finden. Es wird ebenfalls geraten, diese Kennzahlen am Ende mit denen anderer Unternehmen aus derselben Branche zu vergleichen.