Der Robo Advisor Vergleich hilft Ihnen, digitale Vermögensverwaltungen ohne Verkaufsnebel einzuordnen. Ein Robo-Advisor nimmt Ihnen die ETF-Auswahl, das Rebalancing und die laufende Überwachung ab. Dafür zahlen Sie jedes Jahr eine Servicegebühr, die direkt an Ihrer Rendite knabbert. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf Kosten, Mindestanlage, Strategie und Transparenz. Wenn Sie Ihre Geldanlage lieber selbst steuern, kann ein einfaches ETF-Depot günstiger sein. Wenn Sie aber weder Zeit noch Lust auf Portfolio-Pflege haben, kann eine gute digitale Vermögensverwaltung die vernünftige Mitte sein.
Robo Advisor Vergleich 2026: Beste Anbieter
- Anbieter nach Kosten, Mindestanlage und Strategie vergleichen
- Gebühren von 0,25 % bis 1,00 % p.a. transparent einordnen
- Mit Methodik, BaFin-Hinweisen und ETF-Alternative
Robo Advisor Vergleich 2026: Anbieter auf einen Blick
Die folgende Tabelle ist ein redaktioneller Vergleich und kein Live-Vergleichstool. Stand der Konditionen: 2026. Prüfen Sie vor Abschluss immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters, weil Gebühren, Aktionen und Mindestbeträge angepasst werden können.
| Anbieter | Am besten geeignet für | Servicegebühr p.a. | Produktkosten | Startpunkt |
|---|---|---|---|---|
| quirion | Kostenbewusste ETF-Anleger | 0,48 % im Digital-Paket | ca. 0,17 % ETF-Kosten | ab 25 € monatlich |
| Raisin | Sehr niedrige Verwaltungskosten | 0,25 % bis 0,46 % | 0,09 % bis 0,11 % ETF- und Indexfondskosten | Sparplan ab 25 € möglich |
| growney | Klassische ETF-Portfolios | 0,68 %, ab 50.000 € 0,38 % | je nach Strategie | Anbieterbedingungen prüfen |
| Whitebox | Passive oder aktiv gemanagte Strategien | 0,35 % passiv, aktiv 0,95 % bis 0,35 % | ca. 0,20 % bei ETF/Indexfonds | abhängig von Strategie |
| VisualVest | Union-Investment-nahe App-Lösung | 0,60 % | im Kostenrechner ca. 0,16 % | abhängig vom Portfolio |
| OSKAR | Sparpläne, Kinderdepots, Familienziele | 0,70 % bis 1,00 % | ca. 0,14 % bei klassischer Strategie | ab 25 € monatlich |
| cominvest | Banknahe Vermögensverwaltung | 0,75 % | durchschnittlich 0,23 % | 3.000 € einmalig oder 100 € monatlich |
Bester Robo Advisor für kleine Sparraten
Für kleine monatliche Beträge zählt nicht nur die absolute Gebühr. Wichtiger ist, ob Sie überhaupt mit niedrigen Sparraten starten können und ob das Portfolio breit genug gestreut ist. quirion nennt den Einstieg ab 25 € monatlich und kombiniert die digitale Vermögensverwaltung mit einer vergleichsweise schlanken Servicegebühr. OSKAR ist ebenfalls sparplanfreundlich und stark auf Familien, Kinderdepots und langfristige Ziele ausgerichtet.
Bei kleinen Beträgen fallen 0,3 oder 0,4 Prozentpunkte Unterschied pro Jahr zunächst harmlos aus. Auf 20 Jahre wird daraus aber ein spürbarer Betrag, weil die Gebühr jedes Jahr auf das verwaltete Vermögen anfällt. Wer 100 € monatlich investiert, sollte deshalb kein kompliziertes Produkt kaufen, nur weil die App schöner aussieht. Der einfache Robo-Advisor ETF mit klarer Risikostufe reicht in vielen Fällen aus.
Raisin ist eine Alternative, wenn Sie niedrige Verwaltungskosten priorisieren und mit der ETF-basierten Vermögensverwaltung zurechtkommen. Prüfen Sie aber, ob das konkrete Angebot zu Ihrem Anlageziel passt. Niedrige Robo-Advisor Gebühren sind gut, ersetzen aber keine saubere Entscheidung über Anlagehorizont, Aktienquote und Notgroschen.
Bester Robo Advisor für niedrige Gebühren
Wenn die Kosten im Vordergrund stehen, führt der erste Blick zu Raisin, quirion, growney und Whitebox. Raisin nennt für die Vermögensverwaltung 0,25 % bis 0,46 % p.a. plus niedrige ETF- und Indexfondskosten. quirion liegt im Digital-Paket bei 0,48 % p.a. plus rund 0,17 % ETF-Kosten. growney arbeitet mit 0,68 % p.a. und reduziert die Servicegebühr ab 50.000 € Depotwert auf 0,38 % p.a. Whitebox ist bei passiven Strategien mit 0,35 % p.a. sehr günstig, bei aktiv gemanagten Strategien aber je nach Anlagevolumen deutlich teurer.
Für den reinen Kostenvergleich sollten Sie immer die Gesamtkosten betrachten. Eine Servicegebühr von 0,48 % klingt besser als 0,75 %. Wenn die Produktkosten, Transaktionskosten oder steuerlichen Effekte aber anders ausfallen, kann der Abstand kleiner werden. Seriös ist ein Anbieter dann, wenn er die Kosten vor Abschluss klar zeigt und nicht erst nach der Registrierung verständlich wird.
Als Faustregel gilt: Bei einem einfachen ETF-Portfolio sollte ein Robo-Advisor dauerhaft unter 1,00 % Gesamtkosten pro Jahr bleiben. Je näher die Gesamtkosten an 0,50 % liegen, desto schwerer wiegt der Vorteil gegenüber einem selbst gebauten ETF-Portfolio mit günstigen Fonds.
Bester Robo Advisor für mehr Service und Komfort
Nicht jeder Anleger sucht den billigsten Anbieter. Manche möchten eine Bank im Hintergrund, eine klare App, verständliche Risikoprofile oder spezielle Sparziele für Kinder. In diesem Bereich wirken VisualVest, OSKAR und cominvest stärker als reine Preisbrecher. VisualVest ist eng mit Union Investment verbunden und zeigt die laufenden Kosten über einen Rechner. OSKAR hat einen deutlichen Fokus auf Sparpläne, Kinderdepots, vermögenswirksame Leistungen und Familienziele. cominvest spricht Anleger an, die eine digitale Vermögensverwaltung innerhalb einer bekannten Bankumgebung bevorzugen.
Der Komfort hat seinen Preis. cominvest nennt ein Service-Entgelt von 0,75 % p.a. und durchschnittliche Produktkosten von 0,23 % p.a. OSKAR liegt je nach Anlagebetrag bei 0,70 % bis 1,00 % p.a. plus Produktkosten. VisualVest verlangt 0,60 % p.a. Servicegebühr plus Fondskosten. Das ist nicht absurd teuer, aber auch kein Schnäppchen.
Ein höherer Preis kann gerechtfertigt sein, wenn Sie dadurch wirklich investieren statt jahrelang abzuwarten. Genau hier liegt der praktische Nutzen eines Robo-Advisors: Er senkt die Einstiegshürde und nimmt alltägliche Entscheidungen ab. Wer bereits diszipliniert über einen Online-Broker Aktien kauft oder ETF-Sparpläne nutzt, zahlt für diesen Komfort wahrscheinlich zu viel.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Ein Robo-Advisor ist kein Wunderapparat. Am Anfang steht fast immer ein Fragebogen: Anlageziel, Anlagehorizont, Erfahrung, Risikobereitschaft, Einkommen und Verlusttoleranz. Daraus wird ein Portfolio vorgeschlagen. Die Qualität hängt davon ab, ob die Fragen sinnvoll sind und ob das Ergebnis nachvollziehbar bleibt.
Achten Sie zuerst auf die Aktienquote. Eine hohe Aktienquote kann langfristig mehr Rendite bringen, schwankt aber stärker. Eine niedrige Aktienquote fühlt sich ruhiger an, kann aber nach Kosten und Inflation zu wenig liefern. Danach kommen Kosten, Rebalancing, Steuerunterlagen, Sparplanfähigkeit und Kündigungsbedingungen.
Wichtig ist außerdem, ob der Anbieter nur passive ETFs nutzt oder auch aktive Fonds, Themenfonds, Rohstoffe oder andere Bausteine einsetzt. Aktive Fonds sind nicht automatisch schlecht, aber sie sind oft teurer und schwieriger zu vergleichen. Für viele deutsche Privatanleger ist ein breit gestreuter ETF-Robo mit klarer Kostenstruktur ausreichend.
Checkliste für Ihren Robo-Advisor-Vergleich
Gesamtkosten aus Servicegebühr, Fondskosten und möglichen Transaktionskosten prüfen.
Mindestanlage und Mindestsparrate mit Ihrem Budget abgleichen.
Risikoprofil nicht schönrechnen. Ein Portfolio mit 80 % Aktien kann auch zweistellig fallen.
Anlageuniversum prüfen: ETFs, Indexfonds, aktive Fonds, Gold, Rohstoffe oder Themenprodukte.
Verstehen, wie oft Rebalancing erfolgt und ob es steuerliche Verkäufe auslösen kann.
Kündigung, Auszahlplan und Depotübertrag vor Abschluss nachlesen.
Anbieter nicht nur nach Robo-Advisor Erfahrungen anderer Nutzer wählen. Ihre Ziele sind wichtiger als App-Bewertungen.
Robo-Advisor Kosten: Was die Gebühren wirklich bedeuten
Robo-Advisor Kosten wirken klein, weil sie in Prozent pro Jahr angegeben werden. Der Effekt ist trotzdem groß. Zahlen Sie 0,50 % p.a. auf 50.000 €, kostet das 250 € pro Jahr. Bei 1,00 % sind es 500 €. Dieses Geld muss das Portfolio erst verdienen, bevor Sie überhaupt besser dastehen.
Noch wichtiger ist der Zinseszinseffekt. Eine jährlich wiederkehrende Gebühr reduziert nicht nur die Rendite im jeweiligen Jahr, sondern auch das Kapital, das in den nächsten Jahren weiterarbeiten kann. Bei kurzen Anlagezeiträumen fällt das kaum auf. Bei 15 oder 25 Jahren macht es einen spürbaren Unterschied.
Darum ist ein Robo-Advisor vor allem dann sinnvoll, wenn Sie für die Gebühr einen echten Gegenwert erhalten: passende Risikosteuerung, disziplinierte Umsetzung, automatisches Rebalancing, einfache Sparpläne, klare Berichte und eine Anlage, die Sie auch in schwachen Börsenphasen durchhalten. Wenn Sie das alles selbst können, ist der Robo meist nur ein teurerer Mantel um ein ETF-Portfolio.
| Anlagebetrag | 0,50 % p.a. | 0,75 % p.a. | 1,00 % p.a. |
|---|---|---|---|
| 10.000 € | 50 € pro Jahr | 75 € pro Jahr | 100 € pro Jahr |
| 50.000 € | 250 € pro Jahr | 375 € pro Jahr | 500 € pro Jahr |
| 100.000 € | 500 € pro Jahr | 750 € pro Jahr | 1.000 € pro Jahr |
Sicherheit: Sondervermögen, BaFin und Anlagerisiko
Bei einem regulierten deutschen Anbieter liegen Fondsanteile in der Regel in einem Depot und gelten als Sondervermögen. Das schützt Sie nicht vor Kursverlusten, aber es trennt die Wertpapiere vom Vermögen des Anbieters. Geht der Robo-Advisor oder die depotführende Bank in Schwierigkeiten, ist das etwas anderes als ein Börsencrash im Portfolio.
Bargeld auf einem Verrechnungskonto fällt dagegen unter andere Regeln, häufig unter die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Kunde. Bei Fonds und ETFs gibt es keine Einlagensicherung, weil der Wert schwanken darf. Das ist kein Fehler, sondern der Preis für Renditechancen.
Achten Sie auf klare Angaben zur depotführenden Bank, Regulierung, Risikohinweisen und Kosteninformation nach Wertpapierhandelsgesetz. Wenn Sie im Antragsprozess nicht verstehen, was gekauft wird, brechen Sie ab und vergleichen Sie weiter. Eine gute digitale Vermögensverwaltung erklärt Risiken so, dass auch ein vorsichtiger Anleger sie versteht.
Robo Advisor oder ETF-Sparplan selbst bauen?
Die wichtigste Alternative ist kein anderer Robo-Advisor, sondern ein eigenes ETF-Depot. Mit einem Welt-ETF, einem Anleihen-ETF und einem klaren Sparplan lässt sich eine einfache Strategie oft günstiger umsetzen. Viele Anleger brauchen dafür keinen Algorithmus, sondern einen ruhigen Plan und die Disziplin, nicht ständig einzugreifen.
Ein Robo-Advisor kann trotzdem sinnvoll sein, wenn Sie sich mit ETF-Auswahl unwohl fühlen, wenn Sie Rebalancing nie selbst machen würden oder wenn Sie bei Marktschwankungen schnell nervös werden. Der Algorithmus nimmt Ihnen dann nicht das Risiko, aber er nimmt Ihnen Entscheidungen im Alltag ab.
Wer schon einen Broker nutzt, kann auch die Anbieter vergleichen, die eher für selbstbestimmtes Investieren stehen. Financer hat dafür eigene Seiten zu Trade Republic Erfahrungen und eToro Erfahrungen. Diese Anbieter sind aber keine klassischen Robo-Advisor. Sie eignen sich eher, wenn Sie selbst handeln oder Sparpläne eigenständig einrichten möchten.
Vorteile eines Robo-Advisors
Einfacher Einstieg ohne eigene ETF-Recherche.
Automatisches Rebalancing hält die Zielstruktur des Portfolios ein.
Digitale Eröffnung und Sparpläne senken die Einstiegshürde.
Breite Streuung über Aktien, Anleihen und teilweise weitere Anlageklassen möglich.
Risikoprofil wird zu Beginn strukturiert abgefragt.
Viele Anbieter erstellen Steuerunterlagen und Berichte automatisch.
Nachteile eines Robo-Advisors
Laufende Servicegebühren reduzieren die Rendite jedes Jahr.
Der Algorithmus ist für Anleger oft nicht vollständig nachvollziehbar.
Viele Portfolios lassen sich mit wenigen ETFs günstiger nachbauen.
Aktive Strategien und Themenbausteine können teurer und schwerer vergleichbar sein.
Ein Robo-Advisor schützt nicht vor Verlusten an den Kapitalmärkten.
Nutzerbewertungen ersetzen keine Prüfung der Kosteninformation und Risikohinweise.
Konditionen-Vergleich: Anbieter einzeln eingeordnet
quirion ist im Robo Advisor Vergleich vor allem wegen der schlanken Kostenstruktur auffällig. Das Digital-Paket ist leicht zu verstehen: Servicegebühr, ETF-Kosten, keine Provisionen. Für Anleger, die ein breit gestreutes ETF-Portfolio möchten und keinen großen Beratungsapparat brauchen, ist das ein sauberer Ansatz. Schwächer ist quirion, wenn Sie ein sehr individuelles Anlagekonzept mit vielen Sonderwünschen erwarten.
Raisin ist der Kostenkandidat. Die Verwaltungskosten liegen laut Anbieter je nach Anlagebetrag zwischen 0,25 % und 0,46 % p.a. Dazu kommen ETF- und Indexfondskosten. Wer vor allem eine günstige digitale Vermögensverwaltung sucht und keine verspielte App braucht, sollte Raisin ernsthaft prüfen. Die niedrigen Kosten sind aber kein Freifahrtschein. Auch hier schwankt das Portfolio mit Aktien- und Anleihemärkten.
growney wirkt klassisch und verständlich. Die Servicegebühr von 0,68 % p.a. sinkt ab 50.000 € auf 0,38 % p.a. Damit wird growney besonders für höhere Beträge interessanter. Für kleinere Depots ist der Anbieter solide, aber nicht der billigste. Die Stärke liegt eher in der einfachen ETF-Logik als in einem spektakulären Produktversprechen.
Whitebox ist zweigeteilt. Die passiven Strategien sind mit 0,35 % p.a. sehr preiswert. Die aktiv gemanagten Strategien starten dagegen bei 0,95 % p.a. und werden erst bei höheren Anlagebeträgen günstiger. Hier sollten Sie genau prüfen, welches Whitebox-Portfolio Sie tatsächlich wählen. Der Name allein sagt noch nichts über Ihre endgültigen Robo-Advisor Gebühren.
VisualVest, OSKAR und cominvest sind eher Komfortanbieter. VisualVest zeigt die Kosten transparent und sitzt im Umfeld von Union Investment. OSKAR ist stark, wenn Sie für Kinder, Enkel oder vermögenswirksame Leistungen sparen möchten. cominvest passt zu Anlegern, die die Commerzbank- bzw. comdirect-Welt mögen. Aus reiner Kostensicht liegen diese Anbieter aber nicht vorne.
Steuern, Rebalancing und Auszahlungen
Ein Punkt wird bei Robo-Advisors oft unterschätzt: Rebalancing kann steuerliche Folgen haben. Wenn der Anbieter Fondsanteile verkauft, um die Zielgewichtung wiederherzustellen, können steuerpflichtige Gewinne entstehen. Das ist nicht automatisch schlecht. Ein Portfolio ohne Rebalancing kann mit der Zeit zu riskant oder zu defensiv werden. Trotzdem sollten Sie wissen, dass Automatisierung nicht bedeutet, dass Steuern verschwinden.
In Deutschland laufen Kapitalerträge grundsätzlich über die Kapitalertragsteuer. Viele Anbieter stellen Steuerunterlagen bereit und führen Steuern über die depotführende Bank ab. Sie sollten trotzdem einen Freistellungsauftrag einrichten, wenn Ihr Sparerpauschbetrag noch nicht genutzt ist. Das ist eine der wenigen Stellschrauben, die direkt bei Ihnen liegt und nicht beim Algorithmus.
Auch Auszahlungen verdienen Aufmerksamkeit. Manche Robo-Advisors bieten Auszahlpläne, andere sind stärker auf Vermögensaufbau ausgelegt. Wenn Sie das Geld in fünf Jahren für eine Immobilie, Ausbildung oder Selbstständigkeit brauchen, ist ein aggressives Aktienportfolio riskant. Ein guter Anbieter fragt solche Ziele sauber ab. Ein schlechter Anbieter sortiert Sie zu schnell in ein Standardportfolio ein.
Für wen ein Robo-Advisor nicht passt
Ein Robo-Advisor passt nicht, wenn Sie kurzfristig parken möchten. Geld für Miete, Steuernachzahlung, Autoreparatur oder Notfälle gehört nicht in ein schwankendes ETF-Portfolio. Dafür sind Tagesgeld, Festgeld oder ein separates Sicherheitskonto besser geeignet. Der Robo-Advisor ist ein Werkzeug für langfristige Geldanlage, nicht für den Notgroschen.
Er passt auch nicht, wenn Sie vollständige Kontrolle über jedes Wertpapier wünschen. Viele digitale Vermögensverwaltungen zeigen die Grundstruktur, aber nicht jede Detailentscheidung im Voraus. Wenn Sie selbst bestimmen möchten, welcher ETF gekauft wird und wann verkauft wird, sind Sie mit einem eigenen Depot besser bedient.
Vorsichtig sollten auch Anleger sein, die bei Verlusten sofort abbrechen. Ein Robo-Advisor kann emotionale Fehler reduzieren, aber er kann Sie nicht zwingen, investiert zu bleiben. Wenn ein Portfolio mit 70 % Aktien fällt, sieht es im Konto trotzdem unangenehm aus. Wer dann kündigt, hat die Kosten bezahlt und den langfristigen Nutzen nicht bekommen. In diesem Fall ist eine defensivere Strategie oder zunächst mehr Finanzwissen oft wertvoller als der nächste Anbieterwechsel.
So haben wir verglichen
Für diesen redaktionellen Robo Advisor Vergleich haben wir Anbieterangaben zu Servicegebühren, Produktkosten, Mindestbeträgen und Leistungsumfang ausgewertet. Im Mittelpunkt standen Kostenklarheit, Sparplanfähigkeit, Portfolio-Logik, Rebalancing, Regulierungshinweise und praktische Eignung für deutsche Privatanleger.
Wir haben bewusst keinen Anbieter allein wegen niedriger Kosten auf Platz eins gesetzt. Ein günstiger Robo mit unklarer Strategie hilft weniger als ein etwas teurerer Anbieter, der verständlich erklärt, wie er Ihr Geld anlegt. Umgekehrt rechtfertigt ein schöner Markenauftritt keine Gebühr von rund 1 % p.a., wenn am Ende nur ein Standard-ETF-Portfolio herauskommt.
Da für diese Seite aktuell kein Live-Datensatz mit täglich gepflegten Robo-Advisor-Konditionen eingebunden ist, handelt es sich um einen redaktionellen Vergleich ohne dynamisches Ranking. Sobald belastbare Anbieterfelder vorhanden sind, sollte diese Seite um ein echtes Vergleichsmodul ergänzt werden.
Häufige Fragen zum Robo Advisor Vergleich
Was ist ein Robo Advisor?
Ein Robo Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung. Sie beantworten online Fragen zu Ziel, Anlagehorizont und Risiko. Daraus erstellt der Anbieter ein Portfolio, meist aus ETFs oder Fonds, und verwaltet es automatisiert.
Welcher Robo Advisor ist der beste?
Der beste Robo Advisor hängt von Ihrem Ziel ab. Für niedrige Kosten sind Raisin, quirion, growney und Whitebox interessant. Für Komfort, Kinderdepots oder Banknähe können OSKAR, VisualVest oder cominvest besser passen.
Wie viel kostet ein Robo Advisor?
Viele deutsche Anbieter verlangen etwa 0,25 % bis 1,00 % Servicegebühr pro Jahr. Dazu kommen meist Produktkosten der ETFs oder Fonds. Entscheidend sind die Gesamtkosten, nicht nur die beworbene Servicegebühr.
Ist ein Robo Advisor sicher?
Ein regulierter Anbieter kann die technische und rechtliche Abwicklung sicher gestalten. Das Anlagerisiko bleibt trotzdem bestehen. ETFs und Fonds können im Wert fallen. Sondervermögen schützt vor Anbieterinsolvenz, aber nicht vor Marktschwankungen.
Was ist besser: Robo Advisor oder ETF-Sparplan?
Ein ETF-Sparplan ist meist günstiger, wenn Sie Portfolioauswahl und Rebalancing selbst übernehmen können. Ein Robo Advisor ist sinnvoller, wenn Sie die laufende Verwaltung bewusst auslagern möchten.
Muss ich Gewinne aus einem Robo Advisor versteuern?
Ja. Erträge aus Fonds und ETFs unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Kapitalertragsteuer. Nutzen Sie einen Freistellungsauftrag, wenn Ihr Sparerpauschbetrag noch nicht ausgeschöpft ist. Details hängen von Ihrer persönlichen Steuersituation ab.
Kann ich mit kleinen Beträgen starten?
Ja, mehrere Anbieter erlauben Sparpläne ab 25 € monatlich. Prüfen Sie aber, ob bei kleinen Beträgen die Kosten und die Portfoliozusammensetzung sinnvoll bleiben. Ein günstiger ETF-Sparplan kann die bessere Einstiegsvariante sein.
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