Die Migration der Lufthansa Miles & More Kreditkarte von der DKB zur Deutschen Bank hätte eine unkomplizierte technische Umstellung werden können. Hätte. Stattdessen liefert die Deutsche Bank ein anschauliches Beispiel dafür, wie man Kundenbeziehungen innerhalb weniger Wochen systematisch auf Verschleiß fährt.1. Kompliziert, aufwendig, kundenfern – und vollkommen unnötigDer Umzug ist so unübersichtlich gestaltet, dass man sich zeitweise fragt, ob hier wirklich ein modernes Finanzinstitut am Werk ist – oder ein nostalgischer Versuch, die 90er Jahre des Bankings wiederzubeleben. Aus Kundensicht wirkt jeder Schritt schwerfälliger als der vorherige.2. Vier Telefonate später – und das Limit sitzt noch immer auf 2.500 EuroDie Erhöhung meines Kreditkartenlimits, sonst eine Sache von Minuten, entpuppte sich als Marathon ohne Medaille.Vier Anrufe bei der Deutschen Bank. Viermal Erklärungen. Viermal das Versprechen, „man kümmere sich“.Ergebnis: Nichts. Null. Weiterhin keine Erhöhung des Limits.Wenn man bedenkt, dass wir hier von einem Produkt sprechen, das eigentlich den Alltag erleichtern soll, kommt langsam die Frage auf, ob das Ganze überhaupt marktreif ist.3. Liebe Deutsche Bank – Kundenzufriedenheit ist kein ZufallsproduktEin Kreditkartenservice sollte im Idealfall funktionieren. Tut er das nicht, wäre die zweitbeste Lösung, zumindest kompetent und zuverlässig zu kommunizieren. Doch auch das scheint aktuell ein ambitioniertes Ziel zu sein.Diese Erfahrungen veranlassen mich ernsthaft, über einen kompletten Bankwechsel nachzudenken. Nicht aus Frust – sondern aus pragmatischen Gründen. Denn wenn grundlegende Prozesse scheitern, wie verlässlich kann dann der Rest sein?FazitWenn die Deutsche Bank einen Kreditkartenservice anbieten möchte, wäre es empfehlenswert, zuerst sicherzustellen, dass er auch funktioniert. Andernfalls wäre es ehrlicher, es bleiben zu lassen – und die Kundenzufriedenheit nicht auf diese unnötige Achterbahnfahrt mitzunehmen.Danke.