Diese Meldepflicht für Auslandsüberweisungen gilt im selben Maße für eingehende Zahlungen sowie ausgehende Zahlungen. Dies bedeutet, dass deutsche Staatsbürger dazu verpflichtet sind, sowohl (1) wenn Sie Geld ins Ausland überweisen als auch (2) wenn Sie Geld aus dem Ausland überwiesen bekommen, dies bei der Bundesbank bekanntzugeben.
Seit 2025 fallen auch Kryptowert-Übertragungen unter die Meldepflicht der AWV.
Wer die Meldepflicht bei einer Auslandsüberweisung, die die Höchstgrenze von 50.000 Euro überschreitet, nicht beachtet, der riskiert ein hohes Bußgeld von bis zu 30.000 Euro.
Gebühren bei Auslandsüberweisungen
Finanzinstitute und -dienstleister sind meist kreativ, wenn es darum geht, Gebühren zu verrechnen. Es werden häufig neue Gebühren erfunden, wo Banken zusätzlich Geld von ihren Kunden verlangen möchten. Eine Auslandsüberweisung stellt hier keine Ausnahme dar.
Wenn Sie Geld ins Ausland überweisen möchten, können Sie je nach Zielland und Anbieter mit folgenden Gebühren bzw. Kosten rechnen:
1. Überweisungsgebühren
Hierbei handelt es sich um Abwicklungsgebühren, die in der Regel einen bestimmten Prozentsatz der Überweisungssumme betragen. Grundsätzlich fallen solche Gebühren nur bei Überweisungen außerhalb der EU bzw. des EWR an.
2. Wechselkurs
Da jedes Kreditinstitut selbst die eigenen Wechselkurse bestimmen kann, können sie dementsprechend stärker voneinander abweichen.
Bei der Bestimmung wird der offizielle Devisenkurs herangezogen und ein eigener Kursaufschlag hinzugerechnet. Schon kleine Differenzen können Ihnen mehrere Euro bei Ihrer Auslandsüberweisung sparen.
3. Währungswechselkosten
Sie müssen nicht nur den Wechselkurs der Bank beachten, sondern auch die Gebühren, die eine Bank für den Wechsel erhebt. Diese Gebühren können sowohl beim inneneuropäischen als auch außeneuropäischen Geldtransfer anfallen. Auch bei einer EU-Überweisung, bei der sich das Zielland nicht im Euro-Währungsgebiet befindet, muss mit Wechselgebühren gerechnet werden.
4. Eilzuschlag
Diese Gebühren fallen ausschließlich dann an, wenn Sie das Geld schnell ins Ausland überweisen müssen bzw. wenn Sie einen Antrag auf eine Eilüberweisung stellen.
Wie hoch die Kosten und wie schnell solche internationale Überweisungen abgewickelt werden, ist anbieterabhängig.
5. SWIFT-Gebühren
Diese Gebühren fallen ausschließlich bei außeneuropäischen Geldüberweisungen ins Ausland an.
Hierbei handelt es sich üblicherweise um Festgebühren, die sich je nach Anbieter, Land der Empfängerbank sowie Höhe des Geldbetrags zwischen 10 und 50 Euro belaufen.
Entgeltregelung: Kostenübernahme bei Überweisungen ins Ausland
Was vor allem dann ins Spiel kommt, wenn Sie eine Überweisung in die USA oder andere Nicht-SEPA-Länder tätigen, ist die sogenannte Kostenübernahme.
Grundsätzlich gibt es bei Auslandsüberweisungen in Drittstaaten bzw. außerhalb der EU 3 Möglichkeiten der Kostenübernahme: