Krypto Steuern erst bei Auszahlung? In Deutschland lautet die kurze Antwort meistens: nein. Steuerlich wichtig ist nicht erst die Überweisung von Euro auf Ihr Bankkonto, sondern der Moment, in dem Sie Kryptowerte verkaufen, tauschen oder damit bezahlen. Wer Bitcoin gegen Ether tauscht, hat in der Regel bereits eine Veräußerung ausgelöst.
Genau hier entsteht das Missverständnis. Viele Anleger betrachten ihre Börse oder Wallet wie eine geschlossene Kasse: Solange kein Geld auf dem Girokonto landet, sei angeblich nichts passiert. Das passt aber nicht zur deutschen Steuerlogik. Das BMF ordnet viele Krypto-Vorgänge als private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 EStG ein. Entscheidend sind Anschaffung, Veräußerung, Haltefrist, Gewinn und Dokumentation.
Für Sie heißt das: Prüfen Sie jeden Verkauf und jeden Tausch, bevor Sie nur auf die Auszahlung schauen. Eine Auszahlung kann praktisch relevant sein, weil dann Euro sichtbar auf dem Konto eingehen. Der steuerliche Auslöser kann aber schon Tage, Monate oder Jahre vorher stattgefunden haben.


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