SCHUFA Statistiken Deutschland: 30 Zahlen 2026

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Aktuelle SCHUFA Statistiken Deutschland: Score-Verteilung, Negativeinträge, Bundesländer, Ratenkredite und neue Score-Regeln mit Quellen.

SCHUFA Statistiken Deutschland 2026: die wichtigsten Zahlen

Daten vom Jul 2026

Diese Kennzahlen bündeln aktuelle SCHUFA Statistiken Deutschland zu Score-Verteilung, Negativeinträgen, regionalen Zahlungsschwierigkeiten und Ratenkrediten. Die Zahlen stammen vor allem aus SCHUFA, Bundesbank, BaFin, Destatis und Eurostat.

natürliche Personen umfasst der SCHUFA-Datenbestand laut SCHUFA-Angaben
SCHUFA FAQ für Unternehmenskunden, abgerufen am 06.07.2026.
67,9 Mio.
Datensätze liegen laut SCHUFA im Datenbestand
SCHUFA Angaben zu Datenquellen.
1,002 Mrd.
der Personen ab 18 Jahren hatten Ende 2024 mindestens ein Negativmerkmal
SCHUFA Risiko- und Kredit-Kompass 2025.
8,6 %
der Personen liegen im neuen SCHUFA-Score in der Klasse „Hervorragend“
SCHUFA Score-Klassen, neues Scoring.
62 %
erreichen die Höchstpunktzahl von 999 Punkten im neuen SCHUFA-Score
SCHUFA FAQ zum neuen Score.
0,03 %
betrug der Anteil mit Negativmerkmalen 2024 in Bremen
SCHUFA Regionaldaten 2024.
11,5 %
neue Ratenkreditverträge wurden 2024 im SCHUFA-Datenbestand gezählt
SCHUFA Risiko- und Kredit-Kompass 2025, von BaFin aufgegriffen.
10 Mio.
der neuen Ratenkredite 2024 lagen unter 1.000 €
SCHUFA-Berichterstattung zu Kleinkrediten und BNPL.
49,8 %

Was diese SCHUFA Statistik misst

Diese SCHUFA Statistiken Deutschland Seite ist als zitierbare Datensammlung gedacht. Sie beantwortet nicht nur die einfache Frage, wie viele Menschen einen negativen SCHUFA-Eintrag haben. Sie zeigt auch, wie sich SCHUFA-Scores verteilen, in welchen Altersgruppen Zahlungsschwierigkeiten häufiger auftauchen und warum kleine Ratenkredite seit 2022 so stark ins Gewicht fallen.

Die SCHUFA ist keine staatliche Behörde, sondern Deutschlands größte privatwirtschaftliche Auskunftei. Ihre Daten spielen im Alltag trotzdem eine große Rolle: bei Krediten, Ratenkäufen, Mobilfunkverträgen, Girokonten und manchmal auch bei der Wohnungssuche. Wer die Grundlagen der SCHUFA verstehen will, braucht deshalb zwei Ebenen. Erstens: Was speichert die Auskunftei? Zweitens: Was sagen die aggregierten Zahlen über Zahlungsausfälle und Kreditverhalten in Deutschland aus?

Wichtig ist die Einordnung: Ein SCHUFA-Score ist eine statistische Zahlungsprognose. Er ersetzt keine Kreditentscheidung. Banken prüfen zusätzlich Einkommen, Ausgaben, Sicherheiten und interne Risikomodelle. Für Verbraucher bedeutet das: Ein guter SCHUFA-Score hilft, ist aber nicht der einzige Hebel.

SCHUFA Deutschland: aktueller Überblick

KennzahlAktueller WertEinordnung / Quelle
Personen im SCHUFA-Datenbestand67,9 Mio.SCHUFA Angaben zu Datenquellen
Unternehmen im SCHUFA-Datenbestand6 Mio.SCHUFA Angaben zu Datenquellen
Datensätze insgesamt1,002 Mrd.SCHUFA Angaben zu Datenquellen
Vertragspartnerrund 10.000Banken, Handel, Telekommunikation, Energie und weitere Branchen
Personen mit mindestens einem Negativmerkmal 20248,6 %SCHUFA Risiko- und Kredit-Kompass
Personen mit nur weichen Negativmerkmalen 20244,8 %SCHUFA Zahlen-PDF
Personen mit mindestens einem harten Negativmerkmal 20243,8 %SCHUFA Zahlen-PDF
Neue Ratenkreditverträge 202410.017.074Summe aus SCHUFA-PDF: unter und über 1.000 €
Laufende Ratenkredite 202419.596.493SCHUFA Zahlen-PDF
Ausgefallene Ratenkredite 20241,9 %SCHUFA Zahlen-PDF

SCHUFA Scores Verteilung: die meisten liegen im grünen Bereich

Die neue SCHUFA-Score-Logik arbeitet mit einer Skala von 100 bis 999 Punkten. Je höher der Wert, desto niedriger schätzt die SCHUFA das Ausfallrisiko ein. Seit 2026 können Verbraucher den neuen Score im SCHUFA-Account besser nachvollziehen. Die SCHUFA nennt zwölf Kriterien und ordnet die Ergebnisse in fünf Klassen ein.

Die Verteilung ist klar: Rund 62 % der Personen liegen in der Klasse „Hervorragend“. Weitere rund 20 % liegen in „Gut“. Zusammen haben also etwa vier von fünf Personen eine gute bis sehr gute Ausgangslage. Rund 8 % liegen in „Akzeptabel“, rund 2 % in „Ausreichend“. Menschen mit offenen Zahlungsstörungen oder bestimmten öffentlichen Negativinformationen erhalten keinen Score, bis die Voraussetzungen für eine erneute Berechnung wieder erfüllt sind.

Für die Praxis ist das beruhigend und unbequem zugleich. Beruhigend, weil die große Mehrheit keine schlechte SCHUFA hat. Unbequem, weil schon wenige harte Informationen den Alltag spürbar verteuern können. Wer einen SCHUFA-Score verbessern möchte, sollte deshalb zuerst falsche oder erledigte Einträge prüfen und nicht blind neue Kreditanfragen stellen.

SCHUFA-Score Klassen und Verteilung

Score-KlassePunktebereichAnteil laut SCHUFAEinordnung
Hervorragend776 bis 999ca. 62 %geringes Ausfallrisiko im Vergleich zum Durchschnitt
Gut709 bis 775ca. 20 %durchschnittliches Risiko, gute Chancen bei Banken
Akzeptabel642 bis 708ca. 8 %leicht erhöhtes Risiko, Kredit möglich, aber nicht garantiert
Ausreichend100 bis 641ca. 2 %erhöhtes bis deutlich erhöhtes Risiko
Ungenügendkein Scorenicht als Prozentwert ausgewiesenoffene Zahlungsstörungen oder öffentliche Negativinformationen
Höchstwert999 Punkte0,03 %nur sehr wenige erreichen die Maximalpunktzahl

Negative SCHUFA Zahlen nach Alter

Die negative SCHUFA Verteilung ist nicht gleichmäßig. Die höchsten Anteile finden sich in der Mitte des Erwerbslebens, nicht bei den jüngsten Erwachsenen und auch nicht bei älteren Menschen. 2024 hatten laut SCHUFA 13,6 % der 35- bis 39-Jährigen mindestens ein Negativmerkmal. Bei den 40- bis 44-Jährigen waren es 13,5 %.

Das passt zum Lebenslauf vieler Haushalte. In diesen Altersgruppen laufen häufig mehrere Verträge gleichzeitig: Girokonto, Kreditkarte, Mobilfunk, Konsumentenkredit, Auto, Familie, Miete und manchmal Baufinanzierung. Mehr Verträge bedeuten nicht automatisch mehr Risiko. Aber wenn etwas kippt, entstehen mehr Stellen, an denen Zahlungsstörungen sichtbar werden können.

Bei den 18- bis 19-Jährigen lag der Anteil 2024 bei 1,3 %. Bei Personen über 74 Jahren waren es 2,3 %. Diese niedrigen Werte bedeuten nicht, dass junge oder ältere Menschen finanziell nie unter Druck stehen. Sie haben nur andere Vertragsmuster und teilweise weniger laufende bonitätsrelevante Verpflichtungen im SCHUFA-Datenbestand.

Negativeinträge nach Alter: gesamt, weich und hart

AlterMindestens ein Negativmerkmal 2024Nur weiche NegativmerkmaleMindestens ein hartes Negativmerkmal
18-191,3 %0,8 %0,5 %
20-247,0 %3,8 %3,2 %
25-2911,1 %5,9 %5,2 %
30-3413,2 %7,0 %6,1 %
35-3913,6 %7,3 %6,3 %
40-4413,5 %7,3 %6,2 %
45-4912,9 %7,0 %5,9 %
50-5410,9 %6,0 %4,9 %
55-598,3 %4,6 %3,7 %
60-646,9 %3,9 %3,0 %
65-744,9 %3,0 %1,9 %
74 2,3 %1,7 %0,6 %
Deutschland gesamt8,6 %4,8 %3,8 %

Bundesländer-Vergleich: Bremen und Berlin liegen vorn

Regional zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle. Bremen lag 2024 mit 11,5 % an der Spitze. Berlin folgte mit 10,8 %, Sachsen-Anhalt mit 10,5 % und Nordrhein-Westfalen mit 10,3 %. Am unteren Ende standen Bayern mit 6,4 % und Baden-Württemberg mit 7,0 %.

Diese Verteilung ist für Journalisten oft interessanter als der Bundesdurchschnitt, weil sie lokale Geschichten sichtbar macht. Hohe Werte sind kein Urteil über einzelne Menschen in einem Bundesland. Sie zeigen nur, wo im SCHUFA-Datenbestand häufiger Negativmerkmale gespeichert waren. Die Ursachen können Einkommen, Arbeitsmarkt, Mieten, Haushaltsstruktur, lokale Kreditnutzung und viele weitere Faktoren sein.

Wer selbst betroffen ist, sollte nicht in Statistiken stecken bleiben. Fehlerhafte oder erledigte Einträge können geprüft werden. Bei berechtigten Altlasten zählt vor allem, Forderungen sauber zu klären und neue Zahlungsstörungen zu vermeiden. Unser Leitfaden zum SCHUFA-Eintrag löschen erklärt die nächsten Schritte.

Personen mit Negativmerkmal nach Bundesland

Bundesland202420232022
Bremen11,5 %11,6 %12,0 %
Berlin10,8 %10,6 %11,2 %
Sachsen-Anhalt10,5 %10,3 %10,8 %
Nordrhein-Westfalen10,3 %10,3 %10,7 %
Mecklenburg-Vorpommern9,3 %9,1 %9,6 %
Hamburg9,2 %9,1 %9,5 %
Saarland8,9 %9,1 %9,5 %
Rheinland-Pfalz8,7 %8,6 %8,9 %
Hessen8,6 %8,5 %8,8 %
Schleswig-Holstein8,3 %8,4 %8,9 %
Niedersachsen8,2 %8,1 %8,6 %
Thüringen8,1 %8,1 %8,4 %
Sachsen7,8 %7,8 %8,1 %
Brandenburg7,7 %7,9 %8,4 %
Baden-Württemberg7,0 %6,9 %7,1 %
Bayern6,4 %6,3 %6,5 %
Deutschland8,6 %8,5 %8,9 %

Ratenkredite: Kleinkredite prägen die neue SCHUFA Statistik

Der stärkste Kredittrend in den SCHUFA-Daten ist nicht der klassische große Ratenkredit. Es sind kleine Beträge. 2024 wurden laut SCHUFA-PDF 4.985.208 neue Ratenkreditverträge unter 1.000 € abgeschlossen. Bei Krediten über 1.000 € waren es 5.031.866. Damit lag die Gesamtzahl neuer Ratenkreditverträge bei etwas mehr als 10 Millionen.

Der Anteil der Kleinkredite unter 1.000 € betrug 2024 rund 49,8 %. Das ist fast jeder zweite neue Vertrag. 2022 lag die Zahl der neuen Kleinkreditverträge noch bei 3.830.979. Innerhalb von zwei Jahren kamen also mehr als 1,15 Millionen neue Kleinkreditverträge hinzu.

Für Verbraucher klingt ein kleiner Ratenkauf harmlos. Genau darin liegt die Gefahr. Mehrere kleine Verpflichtungen können zusammen eine Monatsrate bilden, die im Budget nicht mehr klein wirkt. Wenn dann Miete, Energie, Versicherungen oder unerwartete Ausgaben dazukommen, werden kleine Verträge schnell zu vielen offenen Baustellen. Beim Privatkredit Vergleich sollte deshalb nicht nur der Zinssatz zählen, sondern auch die Frage: Brauche ich diesen Kredit überhaupt?

Neue Ratenkredite unter und über 1.000 €

JahrUnter 1.000 €Über 1.000 €InsgesamtAnteil unter 1.000 €
20223.830.9795.272.8139.103.79242,1 %
20234.350.1354.842.1269.192.26147,3 %
20244.985.2085.031.86610.017.07449,8 %

Laufende Kredite und Ausfälle

Auch der Bestand laufender Ratenkredite wuchs. 2024 zählte die SCHUFA 19.596.493 laufende Ratenkredite. 2023 waren es 19.022.304, 2022 noch 18.335.181. Der Bestand stieg also in zwei Jahren um rund 1,26 Millionen Verträge.

Besonders auffällig ist der Unter-1.000-Euro-Bereich. Die Zahl laufender Kleinkredite stieg von 2.620.420 im Jahr 2022 auf 3.778.238 im Jahr 2024. Das ist ein Plus von 44,2 %. Kredite über 1.000 € blieben dagegen weitgehend stabil: 15.714.761 im Jahr 2022, 15.848.250 im Jahr 2023 und 15.818.255 im Jahr 2024.

Die Ausfallquote laufender Ratenkredite lag 2024 bei 1,9 %. Das ist nicht dramatisch hoch, aber es ist auch keine Randnotiz. Bei fast 19,6 Millionen laufenden Verträgen bedeutet jeder Prozentpunkt eine große Zahl realer Haushalte. Wer Raten zusammenfasst, sollte deshalb den Umschuldungskredit nur nutzen, wenn die Gesamtkosten sinken und die Laufzeit nicht unnötig gestreckt wird.

Laufende Ratenkredite im SCHUFA-Datenbestand

JahrAlle laufenden KrediteDavon über 1.000 €Davon unter 1.000 €Ausfallquote laufender Ratenkredite
202218.335.18115.714.7612.620.4202,1 %
202319.022.30415.848.2503.174.0541,9 %
202419.596.49315.818.2553.778.2381,9 %

BaFin warnt vor Kreditkartenraten und BNPL

Die BaFin griff 2026 die SCHUFA-Daten zu Kleinkrediten auf und warnte vor Konsumfinanzierung auf Kredit. In einer BaFin-Umfrage nutzten 10 % der Kreditkartennutzer echte Kreditkartenkredite. Bei drei Vierteln dieser Nutzer war die Ratenzahlung voreingestellt. Sieben von zehn wussten den Zinssatz nicht. Kreditkartenkredite können laut BaFin bis zu 25 % Effektivzins erreichen.

Überschuldung: SCHUFA-Daten sind nicht die ganze Geschichte

SCHUFA-Daten zeigen Zahlungserfahrungen und Kreditverträge. Sie zeigen aber nicht jede private Finanzkrise. Deshalb lohnt der Blick auf Destatis. Personen, die 2024 eine Schuldnerberatungsstelle nutzten, waren im Durchschnitt mit 32.976 € verschuldet. Unter 25-Jährige lagen bei 11.269 €. Personen ab 65 Jahren lagen bei 46.847 €.

Auch die Zeit bis zur rechnerischen Entschuldung unterscheidet sich deutlich. Unter 25-Jährige bräuchten bei Verwendung ihres gesamten monatlichen Nettoeinkommens im Durchschnitt 11 Monate. Ab 65 Jahren wären es 38 Monate. Das sagt nichts über einzelne Haushalte, macht aber die soziale Dimension hinter den negativen SCHUFA Zahlen sichtbar.

2025 kamen zusätzlich 77.219 Verbraucherinsolvenzen hinzu. Das waren 8,4 % mehr als im Vorjahr. Insolvenzstatistiken sind keine Frühwarnanzeige, sondern eher das Ende einer langen Kette. SCHUFA-Negativmerkmale können viel früher sichtbar werden.

Destatis: Schuldnerberatung und Verbraucherinsolvenzen

KennzahlWertJahr / Quelle
Durchschnittliche Schulden in Schuldnerberatung32.976 €Destatis, Personen mit Beratung 2024
Unter 25-Jährige11.269 €Destatis, Durchschnittsschulden 2024
Personen ab 65 Jahren46.847 €Destatis, Durchschnittsschulden 2024
Größte Beratungsgruppe35 bis 45 Jahre, 28 %Destatis, Anteil beratener Personen 2024
Entschuldungsdauer unter 2511 Monatebei Einsatz des gesamten Nettoeinkommens
Entschuldungsdauer ab 6538 Monatebei Einsatz des gesamten Nettoeinkommens
Verbraucherinsolvenzen 202577.219+8,4 % zum Vorjahr

EU-Vergleich: SCHUFA ist deutsch, Zahlungsrückstände sind vergleichbar

Einen direkten EU-Vergleich „SCHUFA-Score gegen SCHUFA-Score“ gibt es nicht. Andere Länder haben andere Auskunfteien, Register oder gar keine verbrauchernahe Score-Logik. Vergleichbar sind eher Zahlungsrückstände von Haushalten.

Eurostat meldete für 2024, dass 9 % der Menschen in der EU in Haushalten mit Rückständen bei Hypothek, Miete oder Versorgerrechnungen lebten. In Deutschland weist Destatis auf EU-SILC-Basis getrennte Reihen aus: 2025 lebten 2,1 % der Bevölkerung in Haushalten mit Rückständen bei Hypothek oder Miete. Bei Versorgerrechnungen waren es 4,6 %.

Diese Werte sind nicht identisch mit SCHUFA-Negativmerkmalen. Eine verspätete Stromrechnung wird nicht automatisch zum SCHUFA-Eintrag. Aber die Daten helfen, die Größenordnung finanzieller Anspannung einzuordnen: Deutschland liegt bei Wohn- und Versorgungsrückständen niedriger als viele EU-Länder, trotzdem zeigen SCHUFA und Destatis, dass ein relevanter Teil der Haushalte unter Druck steht.

Zahlungsrückstände im europäischen Kontext

Kennzahl202020212022202320242025
Deutschland: Rückstände bei Hypothek oder Miete1,9 %2,2 %2,2 %2,8 %2,1 %2,1 %
Deutschland: Rückstände bei Versorgerrechnungen3,3 %3,7 %4,3 %5,4 %5,0 %4,6 %
Armutsgefährdete: Hypothek oder Miete4,1 %4,5 %4,6 %4,9 %4,4 %4,2 %
Armutsgefährdete: Versorgerrechnungen6,9 %6,5 %7,4 %9,3 %9,1 %8,0 %
EU: Hypothek, Miete oder Versorgerrechnungenn/an/an/an/a9 %n/a

Prognose: Was sich bis 2028 bei der SCHUFA ändert

Die wichtigste Veränderung ist nicht eine neue Zahl, sondern mehr Transparenz. Der neue SCHUFA-Score macht die Berechnung für Verbraucher nachvollziehbarer und arbeitet mit denselben Klassen, die Unternehmen sehen sollen. Für Unternehmen gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2028. Bis dahin werden alte und neue Logik nicht über Nacht in jedem Prozess verschwinden.

Für die nächsten Jahre sind drei Trends realistisch. Erstens: Kleinkredite und Buy-now-pay-later bleiben ein Schwerpunkt, weil sie in der SCHUFA Statistik bereits fast jeden zweiten neuen Ratenkredit ausmachen. Zweitens: Verbraucher werden ihre Daten häufiger prüfen, weil kostenlose digitale Einsicht einfacher wird. Drittens: Banken werden weiterhin nicht nur auf den SCHUFA-Score schauen, sondern auf Einkommen, bestehende Verpflichtungen und Haushaltsrechnung.

Für Kreditvergleiche bleibt eine deutsche Besonderheit wichtig: Achten Sie auf die Konditionsanfrage. Sie ist für den Vergleich gedacht und sollte den Score nicht verschlechtern. Eine harte Kreditanfrage kann sichtbar sein. Bei mehreren parallelen Anfragen kann das unnötig teuer werden. Genau deshalb prüfen seriöse Vergleichsprozesse die Konditionen SCHUFA-neutral.

Häufige Fragen zu SCHUFA Statistiken

Wie viele Menschen in Deutschland haben einen negativen SCHUFA-Eintrag?

Ende 2024 hatte die SCHUFA zu rund 8,6 % der Personen ab 18 Jahren mindestens ein Negativmerkmal gespeichert. Das war leicht mehr als 2023 mit 8,5 %, aber weniger als 2022 mit 8,9 %.

Wie ist der SCHUFA-Score in Deutschland verteilt?

Nach SCHUFA-Angaben liegen rund 62 % der Personen in der Klasse „Hervorragend“ und rund 20 % in „Gut“. Weitere rund 8 % sind „Akzeptabel“, rund 2 % „Ausreichend“. Bei Personen mit offenen Zahlungsstörungen wird kein Score berechnet.

Welche Bundesländer haben die meisten negativen SCHUFA-Merkmale?

2024 lagen Bremen mit rund 11,5 % und Berlin mit rund 10,8 % an der Spitze. Bayern hatte mit 6,4 % den niedrigsten Anteil, gefolgt von Baden-Württemberg mit 7,0 %.

Was bedeutet „harte“ und „weiche“ Negativmerkmale bei der SCHUFA?

Weiche Negativmerkmale beziehen sich auf gemeldete Zahlungsstörungen. Harte Negativmerkmale entstehen zum Beispiel durch Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen wie Insolvenz- oder Schuldnerregister. Die SCHUFA weist beide Gruppen im Risiko- und Kredit-Kompass getrennt aus.

Warum steigen Kleinkredite in den SCHUFA-Zahlen so stark?

Viele kleine Ratenkäufe und Buy-now-pay-later-Finanzierungen werden als Ratenkredite sichtbar. 2024 lagen 49,8 % der neu abgeschlossenen Ratenkreditverträge unter 1.000 €. 2020 waren es laut SCHUFA-Berichterstattung noch 20,4 %.

Ist eine Konditionsanfrage schlecht für den SCHUFA-Score?

Nein. Eine Konditionsanfrage ist für den Kreditvergleich gedacht und sollte den SCHUFA-Score nicht verschlechtern. Eine Kreditanfrage ist dagegen eine konkrete Anfrage und kann für andere Banken sichtbar sein.

Methodik und Quellenhinweise

Diese Seite kombiniert offizielle und institutionelle Quellen. SCHUFA liefert Daten zu Score-Klassen, Negativmerkmalen, Bundesländern und Ratenkrediten. Die Bundesbank liefert Zins- und Volumendaten zu Konsumentenkrediten. Die BaFin ordnet Verbraucherrisiken bei Kreditkartenraten und Konsumfinanzierung ein. Destatis ergänzt Schuldnerberatung, Verbraucherinsolvenzen und EU-SILC-Zahlungsrückstände. Eurostat liefert den EU-weiten Wohnkosten- und Zahlungsrückstände-Kontext.

Die Zahlen sind nicht immer direkt vergleichbar. „Negativmerkmal“ ist ein SCHUFA-Begriff. „Verbraucherinsolvenz“ ist ein gerichtliches Verfahren. „Zahlungsrückstand“ in EU-SILC ist eine Haushaltsbefragung. Für eine saubere Berichterstattung sollten diese Begriffe getrennt bleiben.

Stand der Recherche: 06.07.2026. Die SCHUFA veröffentlicht den Risiko- und Kredit-Kompass jährlich. Diese Seite sollte nach Erscheinen neuer SCHUFA-, Bundesbank- und Destatis-Daten im ersten Quartal beziehungsweise nach den Sommerveröffentlichungen aktualisiert werden.

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