Die Motivation hinter dem Kauf einer Auslandsimmobilie hängt vom Verbraucher ab. Während sich einige Menschen eine Immobilie im Ausland kaufen, um dort den Lebensabend zu verbringen, nutzen andere das erworbene Objekt als Sommerresidenz oder zur Vermietung als Kapitalanlage.
Daher präsentieren wir Ihnen eine Übersicht mit den durchschnittlichen Quadratmeterpreisen in beliebten Zielländern (Stand: 2026). Beachten Sie, dass es sich hierbei lediglich um allgemeine Richtwerte handelt, die sich nach Stadt oder Region erheblich unterscheiden können.
Land 1: Bulgarien
Bulgarien gehört nach wie vor zu den günstigsten Immobilienmärkten der EU, verzeichnete zuletzt jedoch starke Preissteigerungen von über 15%. Durchschnittliche Quadratmeterpreise liegen etwa zwischen 1.000 und 2.000 Euro, wobei küstennahe Regionen wie Varna oder Burgas sowie die Hauptstadt Sofia tendenziell teurer sind. Im ländlichen Raum sind Preise unter 800 Euro pro Quadratmeter möglich.
Land 2: Spanien
Spanien ist ein großes Land und bietet eine breite Palette von Quadratmeterpreisen. Der Immobilienmarkt wächst stark, mit einem Preisanstieg von 12,8% im Jahr 2025.
In Großstädten wie Barcelona oder Madrid und auch auf den Balearen können die Preise 5.000 Euro pro Quadratmeter oder mehr betragen, während ländliche Gebiete und das Landesinnere deutlich erschwinglicher sind, oft im Bereich von 1.200 bis 2.000 Euro. Die Grunderwerbsteuer (Impuesto de Transmisiones Patrimoniales) liegt je nach Region zwischen 6-10% des Kaufpreises.
Land 3: Griechenland
Griechenland hat sich nach der Wirtschaftskrise erholt und der Immobilienmarkt zieht wieder an, besonders in touristischen Gebieten.
In Athen liegen die Preise zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Quadratmeter, während auf den beliebten Inseln wie Mykonos oder Santorini deutlich höhere Preise aufgerufen werden.
Wer günstige Immobilien am Meer kaufen möchte, findet auf weniger touristischen Inseln und in Küstenregionen des Festlandes Objekte ab etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter.
Land 4: Italien
Italien bietet eine große Vielfalt von Preisen. In Metropolen wie Rom oder Mailand können Quadratmeterpreise bei 5.000 Euro oder deutlich höher liegen, während in ländlichen Regionen Süditaliens und kleineren Städten die Preise oft zwischen 1.500 und 2.500 Euro liegen.
Bekannt wurde das Programm einiger italienischer Gemeinden, die verfallene Häuser für symbolische 1 Euro verkaufen, allerdings mit erheblichen Renovierungspflichten- ein bekanntes Beispiel ist Gangi auf Sizilien, das bereits 2011 zu den Pionieren dieses Programms zählte.
Land 5: Ungarn
Ungarn gehört zu den Märkten mit den stärksten Preissteigerungen in Europa (über 15% im Jahr 2025). Quadratmeterpreise können zwischen 1.500 und 2.500 Euro liegen, wobei der durchschnittliche Preis in der Hauptstadt Budapest bei etwa 3.000 Euro liegt. Außerhalb von Budapest, etwa am Plattensee, sind die Preise deutlich niedriger.
Land 6: Österreich
Österreich hat vergleichsweise höhere Quadratmeterpreise. Besonders in Wien, Innsbruck und Salzburgkönnen die Preise bei 6.000 Euro pro Quadratmeter oder mehr liegen, was dem Niveau deutscher Großstädte entspricht. In ländlichen Gebieten und kleineren Städten sind niedrigere Preise zu finden. Die Grunderwerbsteuer beträgt einheitlich 3,5%.
Land 7: Kroatien
Kroatien bietet eine vielfältige Immobilienlandschaft und die Quadratmeterpreise können je nach Region stark variieren. Seit dem Euro-Beitritt 2023 sind die Preise deutlich gestiegen (knapp 30% reales Wachstum seit 2020).
Küstennahe Gebiete wie Dalmatien oder Istrien sind oft teurer und liegen, ähnlich wie die Hauptstadt Zagreb, bei rund 3.500 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter. Im Binnenland und in kleineren Städten, die nicht an der Küste liegen, liegen die Preise bei 1.200 bis 2.000 Euro oder sogar weniger.