Kreditkarten Nutzung in Deutschland: 32 Statistiken 2026

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Aktuelle Zahlen zeigen, wie Deutschland wirklich zahlt: Kreditkarte, Debitkarte, girocard, Mobile Payment und Bargeld im direkten Vergleich.

Kreditkarten Nutzung Deutschland: die wichtigsten Zahlen

Daten vom Jan 2026

Diese Kennzahlen fassen zusammen, wie Kreditkarten, Debitkarten und mobile Kartenwallets in Deutschland genutzt werden. Die Daten stammen aus Bundesbank, EZB und girocard-Statistiken.

Kreditkarten waren Ende H1 2025 in Deutschland ausgegeben
28,7 Mio. ohne Kreditfunktion plus 7,8 Mio. mit Kreditfunktion.
36,5 Mio.
aller Alltagstransaktionen wurden 2025 mit Kreditkarte oder Prepaid-Kreditkarte bezahlt4,7 %
des Umsatzes im Zahlungstagebuch entfiel 2025 auf Kreditkarten inklusive Prepaid8,7 %
der Alltagszahlungen liefen 2025 bargeldlos55 %
aller Alltagstransaktionen waren 2025 mobile Zahlungen10,2 %
elektronische Kreditkartenzahlungen wurden in H1 2025 registriert1,14 Mrd.
der Menschen in Deutschland besitzen laut EZB eine Zahlungskarte99 %

Was die Kreditkarten Statistik wirklich zeigt

Die Kreditkarten Nutzung Deutschland wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: Es sind viele Karten im Umlauf, aber an der Ladenkasse dominiert nicht die klassische Kreditkarte. Deutschland bleibt ein Debitkartenland. Die girocard, Visa Debit und Mastercard Debit prägen den Alltag, während die Kreditkarte vor allem bei Reisen, Online-Käufen, Kautionen, Abos und höheren Beträgen eine Rolle spielt.

Das sieht man direkt in den Bundesbank-Daten. 2025 wurden 44,7 % aller erfassten Alltagstransaktionen noch bar bezahlt. Bargeld ist damit nach Anzahl der Zahlungen weiterhin das einzelne Zahlungsmittel mit dem größten Anteil. Rechnet man aber Debitkarte, Kreditkarte, mobile Zahlungen, Internetbezahlverfahren, Überweisung und Lastschrift zusammen, liefen erstmals 55 % der Alltagszahlungen bargeldlos. Der Umsatzanteil unbarer Zahlungen lag sogar bei 77 %.

Für Verbraucher heißt das: Eine Kreditkarte ist in Deutschland nicht automatisch die Hauptkarte im Portemonnaie. Viele nutzen sie als Zusatzkarte, etwa für Reisen, Hotels, Mietwagen, Online-Shops oder als Backup. Wer eine Karte für den Alltag sucht, vergleicht deshalb besser den Einsatzzweck: klassische Kreditkarte, Debitkarte, virtuelle Karte oder kostenlose Kreditkarte.

Zahlungsmittel im Alltag: Anteil nach Transaktionen und Umsatz

ZahlungsmittelTransaktionsanteil 2025Transaktionsanteil 2023Umsatzanteil 2025Umsatzanteil 2023
Barzahlung44,7 %50,5 %23,3 %25,9 %
Debitkarte26,2 %27,5 %27,8 %32,1 %
Kreditkarte inkl. Prepaid4,7 %5,7 %8,7 %9,7 %
Internetbezahlverfahren6,5 %3,5 %8,9 %5,7 %
Mobile Bezahlverfahren10,2 %6,2 %7,4 %5,0 %

Historische Entwicklung: Kreditkarte bleibt Nische, Mobile Payment wächst

Der größte Sprung im deutschen Zahlungsverhalten liegt nicht bei der Kreditkarte, sondern bei mobilen Zahlungen. 2017 lag der Anteil mobiler Bezahlverfahren im Bundesbank-Zahlungstagebuch praktisch bei 0,1 %. Im Jahr 2025 waren es 10,2 %. Das ist kein kleiner Trend mehr, sondern ein sichtbarer Wechsel im Alltag.

Die Kreditkarte entwickelte sich anders. Ihr Transaktionsanteil stieg von 1,6 % im Jahr 2017 auf 6,0 % im Jahr 2020 und 6,2 % im Jahr 2021. Danach sank er auf 5,7 % im Jahr 2023 und 4,7 % im Jahr 2025. Der Umsatzanteil liegt höher, weil Kreditkarten häufiger für größere Beträge, Reisen und Online-Zahlungen genutzt werden: 8,7 % im Jahr 2025.

Die Debitkarte bleibt die Arbeitstier-Karte Deutschlands. Sie kam 2025 auf 26,2 % der Transaktionen und 27,8 % des Umsatzes. Innerhalb der Debitkarten entfiel ein großer Teil auf die girocard. Das ist wichtig, weil viele Menschen im Alltag noch von "Kartenzahlung" sprechen, obwohl sie damit selten eine echte Kreditkarte meinen.

Wie viele Kreditkarten gibt es in Deutschland?

Ende des ersten Halbjahres 2025 meldete die Bundesbank 28,7 Millionen Kreditkarten ohne Kreditfunktion und 7,8 Millionen Kreditkarten mit Kreditfunktion. Zusammen sind das rund 36,5 Millionen Kreditkarten. Die Unterscheidung ist wichtig: Nicht jede Karte mit Kreditkartenlogo ist im Alltag eine revolvierende Kreditkarte. Viele Karten werden als Charge Card, Debit-nahe Karte oder Prepaid-Variante genutzt.

Zum Vergleich: Debitkarten kamen Ende H1 2025 auf 171,9 Millionen Stück. Insgesamt gab es 208,4 Millionen Karten mit Zahlungsfunktion, wenn Karten mit reiner E-Geld-Funktion ausgeklammert werden. Die reine Kartenmenge sagt deshalb wenig über die tatsächliche Kreditkarten Nutzung Deutschland aus. Eine Person kann Girocard, Visa Debit, Kreditkarte und virtuelle Wallet-Karte parallel besitzen.

Bei der Kartenausstattung ist Deutschland im europäischen Vergleich sehr gut versorgt. Die EZB SPACE-Studie nennt Deutschland als Land mit 99 % Zahlungskartenbesitz. Der Euroraum-Durchschnitt lag 2024 bei 92 %. Das Problem ist also nicht der Zugang zu Karten, sondern die Frage, welche Karten Menschen tatsächlich im Alltag einsetzen.

Karten im Umlauf in Deutschland

Kartentyp2023 H12024 H12025 H1
Debitkarten134,4 Mio.153,6 Mio.171,9 Mio.
Kreditkarten ohne Kreditfunktion28,9 Mio.28,4 Mio.28,7 Mio.
Kreditkarten mit Kreditfunktion6,3 Mio.6,3 Mio.7,8 Mio.
Karten mit Zahlungsfunktion169,7 Mio.188,2 Mio.208,4 Mio.
Karten mit kontaktloser Zahlungsfunktion154,4 Mio.157,9 Mio.163,8 Mio.

Transaktionen: Kreditkarte wächst im System, verliert aber im Alltag Anteil

Die Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik zählt im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 7,23 Milliarden Kartenzahlungen. Davon waren 7,19 Milliarden elektronische Kartenzahlungen. Mit Debitkarten wurden 6,05 Milliarden elektronische Kartenzahlungen ausgelöst. Kreditkarten ohne Kreditfunktion kamen auf 944,4 Millionen, Kreditkarten mit Kreditfunktion auf 199,8 Millionen.

Das bedeutet: In der institutionellen Zahlungsverkehrsstatistik sind Kreditkarten klar relevant. Im Alltagstagebuch der Bundesbank sieht man aber, dass Kreditkarten an der Ladenkasse nicht die dominante Karte sind. Der scheinbare Widerspruch entsteht durch unterschiedliche Messpunkte: Die Zahlungsverkehrsstatistik zählt Systemtransaktionen im Halbjahr. Das Zahlungstagebuch misst, womit Verbraucher einzelne Alltagszahlungen leisten.

Für eine praktische Einordnung lohnt der Blick auf den Einsatzzweck. Wer häufig reist, Mietwagen bucht oder Hotelkautionen hinterlegt, hat andere Anforderungen als jemand, der im Supermarkt kontaktlos bezahlt. Für Reisen ist eine Reisekreditkarte oft wichtiger als für den Bäcker um die Ecke. Für App-Zahlungen oder einmalige Online-Zahlungen kann eine virtuelle Kreditkarte reichen.

Elektronische Kartenzahlungen nach Kartenfunktion

Kartenfunktion2024 H12024 H22025 H1
Debitkarten5.120,5 Mio.5.756,6 Mio.6.046,7 Mio.
Kreditkarten ohne Kreditfunktion891,4 Mio.981,1 Mio.944,4 Mio.
Kreditkarten mit Kreditfunktion124,6 Mio.150,3 Mio.199,8 Mio.
Kontaktlos am Terminal4.416,9 Mio.5.015,2 Mio.5.201,9 Mio.
Kartenzahlungen insgesamt6.180,7 Mio.6.933,4 Mio.7.233,6 Mio.

Girocard bleibt die deutsche Standardkarte

Die Kreditkarten Statistik wird in Deutschland ohne girocard schnell schief. Die girocard ist keine Kreditkarte, aber sie bestimmt, wie die meisten Menschen Kartenzahlung erleben. Laut EURO Kartensysteme wurde die girocard 2025 rund 8,3 Milliarden Mal genutzt. 2024 waren es 7,9 Milliarden Transaktionen. Der Umsatz lag 2025 bei rund 308 Milliarden Euro.

Auch die Akzeptanz wächst. 2025 konnten Verbraucher an bis zu 1,344 Millionen aktiven Terminals mit girocard zahlen. Im Vorjahr waren es bis zu 1,208 Millionen. Dazu kommt der Kontaktlos-Trend: Im Dezember 2025 wurden 88,5 % aller girocard-Transaktionen kontaktlos abgewickelt, nach 86,8 % im Jahr 2024.

Das erklärt, warum die klassische Kreditkarte in Deutschland weniger sichtbar ist als in Ländern, in denen Credit Cards das Standardinstrument für Kartenbelastungen sind. Wer wissen will, ob sich eine Kreditkarte lohnt, sollte daher nicht nur auf Kartenbesitz schauen, sondern auf konkrete Vorteile: Versicherungen, Fremdwährungsgebühren, Akzeptanz im Ausland, Rückbuchung, Kautionen und Kosten. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber Lohnt sich eine Kreditkarte?.

Demografie: Kreditkarte ist eher Zusatzkarte als Alltagsfavorit

In der Bundesbank-Befragung bevorzugten 52 % der Menschen unbare Zahlungsmittel im Geschäft, 26 % Bargeld und 22 % hatten keine klare Präferenz. Fragt man nur Personen, die bargeldlos zahlen oder keine Präferenz haben, liegt die Debitkarte klar vorn: 69 % nennen sie als bevorzugtes unbares Zahlungsmittel. Mobile Bezahlverfahren kommen auf 21 %, die Kreditkarte auf 9 %.

Die Unterschiede zeigen sich nach Einkommen, Alter und Geschlecht. Die Bundesbank beschreibt, dass Bargeld bei älteren und einkommensschwächeren Personen etwas beliebter ist. In der untersten Einkommensgruppe liegt Bargeld mit 43 % sogar vor unbaren Zahlungen mit 35 %. Debitkarten bleiben aber über Alters- und Einkommensgruppen hinweg die beliebteste unbare Methode. Mobile Bezahlverfahren werden eher von jüngeren und einkommensstärkeren Personen sowie von Männern bevorzugt. Die Kreditkarte wird laut Bundesbank besonders in der Altersgruppe ab 55 Jahren häufiger genannt.

Daraus lässt sich keine einfache Geschichte von "jung gleich Kreditkarte" ableiten. Junge Menschen treiben eher Mobile Payment. Ältere, zahlungskräftigere Gruppen nutzen Kreditkarten sichtbarer, unter anderem für Reisen und größere Ausgaben.

Präferenzen für unbare Zahlungsmittel

Bevorzugtes unbares VerfahrenAnteil 2025
Debitkarte69 %
Mobile Bezahlverfahren21 %
Kreditkarte9 %
Weiß nicht / keine Angabe1 %

Hinweis zu Bundesländer-Daten

Die Bundesbank veröffentlicht in der Zahlungsverhaltensstudie 2025 keine vollständige Kreditkarten-Nutzung nach einzelnen Bundesländern. Für regionale Einordnung sind deshalb Wohngegend, Akzeptanzorte und Terminaldaten belastbarer als frei erfundene Länder-Rankings. Für Journalisten ist das wichtig: Bundesland-Zahlen sollten nur verwendet werden, wenn die Quelle sie tatsächlich ausweist.

Wohngegend und Akzeptanz: Stadt, Land, Kasse

Regionale Unterschiede entstehen in Deutschland weniger durch die Frage, ob Menschen eine Karte besitzen. Entscheidend ist, ob Karten vor Ort akzeptiert werden und welche Zahlungssituation vorliegt. Die Bundesbank schreibt, dass Bargeld bei Präsenzkäufen 2025 weiterhin bei 94 % der Einkäufe hätte verwendet werden können. Bei Ämtern, Behörden und öffentlichen Verwaltungen lag die Bargeldakzeptanz nur bei 48 %.

Für Karten und mobile Zahlungen ist die technische Infrastruktur stark ausgebaut. Die Bundesbank zählte Ende H1 2025 rund 1,567 Millionen elektronische Zahlungsterminals inländischer Zahlungsdienstleister. Davon lagen 1,244 Millionen im Inland. Die girocard-Daten für 2025 nennen sogar bis zu 1,344 Millionen aktive girocard-Terminals.

Praktisch bedeutet das: Wer in Ballungsräumen lebt, bei Ketten einkauft oder Self-Checkout nutzt, wird häufiger mit Karte oder Wallet zahlen. Wer oft auf Wochenmärkten, in kleinen Gastronomiebetrieben oder bei Dienstleistern zahlt, erlebt Bargeld weiterhin stärker. Die Karte ist verfügbar, aber die Nutzungsgewohnheit hängt am Zahlungskontext.

Online-Shopping und Mobile Payment verschieben die Kartenrolle

Online-Zahlungen laufen in Deutschland nicht automatisch über Kreditkarten. Die Bundesbank nennt für Internetkäufe 2025 Internetbezahlverfahren, insbesondere PayPal, als wichtigsten Block: 50 % der Bezahlvorgänge und 32 % des Umsatzes im Internet entfielen darauf. Kreditkarten bleiben online relevant, konkurrieren aber mit PayPal, Klarna, Lastschrift, Debitkarten und Wallets.

Mobile Zahlungen sind der dynamischere Teil der Kartenwelt. Sie beruhen oft auf digitalisierten Karten in Apple Pay, Google Pay oder Bank-Apps. Aus Nutzersicht fühlt sich die Zahlung wie Smartphone-Zahlung an. Im Hintergrund kann aber eine Debitkarte, Kreditkarte oder girocard stehen. Genau deshalb dürfte die sichtbare Kreditkartenquote im Alltag nicht automatisch steigen, selbst wenn Karten technisch stärker in Wallets eingebunden werden.

Ein gutes Beispiel sind Selbstbedienungskassen. Laut Bundesbank nennen 65 % der Nutzenden an Self-Checkout-Kassen Zahlungskarten als primäre Zahlungsmethode, 18 % mobile Bezahlverfahren und nur 12 % Bargeld. Noch deutlicher: 55 % der Personen, die allgemein Bargeld bevorzugen, verwenden an solchen Kassen stattdessen unbare Zahlungsmittel.

EU- und Euroraum-Vergleich

KennzahlDeutschlandEuroraum
Besitz einer Zahlungskarte99 %92 %
Besitz eines Zahlungskontos99 %93 %
Kartenzahlungen H1 2025208,4 Mio. Karten mit Zahlungsfunktion44,0 Mrd. Kartenzahlungen
Wert der Kartenzahlungen H1 2025303,6 Mrd. Euro Kartenzahlungswert1,7 Bio. Euro
Karten mit Zahlungsfunktion H1 2025208,4 Mio.879,3 Mio.
Durchschnittliche Karten je Einwohnernicht aus Bundesbank-Tabelle berechnet2,5

EU-Vergleich: Deutschland hat Karten, nutzt aber eigene Muster

Deutschland ist beim Zugang zu Zahlungskarten kein Nachzügler. Die EZB nennt 99 % Zahlungskartenbesitz in Deutschland. Das ist zusammen mit dem Zahlungskonto-Besitz von 99 % ein Spitzenwert. Gleichzeitig bleibt die Struktur anders als in vielen Märkten, in denen internationale Debit- und Kreditkartensysteme den Alltag sichtbarer prägen.

Im Euroraum machten Kartenzahlungen im ersten Halbjahr 2025 laut EZB 57 % aller unbaren Transaktionen aus. Es gab 44,0 Milliarden Kartenzahlungen mit einem Wert von 1,7 Billionen Euro. Kontaktlose Kartenzahlungen am physischen Terminal kamen auf 29,6 Milliarden und entsprachen 83 % der nicht-fernausgelösten Kartenzahlungen.

Deutschland passt in den europäischen Trend zu mehr Karten- und Wallet-Zahlungen, aber mit deutschem Unterbau: girocard, Lastschrift, PayPal und starke Bargeldgewohnheit teilen sich den Alltag. Wer aus US- oder UK-Perspektive auf Deutschland schaut, überschätzt schnell die Rolle der klassischen Credit Card.

Prognose: Was in den nächsten Jahren wahrscheinlich passiert

Die naheliegende Prognose lautet nicht, dass Deutschland plötzlich zum Kreditkartenland wird. Wahrscheinlicher ist ein weiteres Wachstum bei digitalen und kontaktlosen Zahlungen. Drei Zahlen sprechen dafür: Mobile Bezahlverfahren stiegen im Bundesbank-Zahlungstagebuch von 6,2 % der Transaktionen 2023 auf 10,2 % im Jahr 2025. Die girocard kam 2025 auf 8,3 Milliarden Transaktionen. Im Euroraum stiegen kontaktlose Kartenzahlungen im ersten Halbjahr 2025 laut EZB um 12,8 % gegenüber H1 2024.

Für Kreditkarten bedeutet das: Sie bleiben wichtig, aber nicht überall gleich. Wachstum dürfte eher aus Reisen, E-Commerce, Abomodellen, Premiumkarten, Charge Cards, virtuellen Karten und Wallet-Hinterlegung kommen. Im stationären Alltag wird die Debitkarte dagegen weiter der größere Block bleiben.

Für Verbraucher wird die Entscheidung dadurch einfacher und komplizierter zugleich. Einfacher, weil fast jede moderne Karte kontaktlos und walletfähig ist. Komplizierter, weil die Bezeichnung "Kreditkarte" nicht mehr reicht. Entscheidend sind Kosten, Zahlungsziel, Fremdwährung, Versicherungen, Akzeptanz und die Frage, ob die Karte mit Kreditrahmen, Charge-Abrechnung, Debitbelastung oder Prepaid-Guthaben arbeitet.

Methodik und Quellen

Diese Seite kombiniert mehrere Quellentypen, weil es keine einzelne perfekte Kennzahl für Kreditkartenbesitzer Deutschland gibt. Die Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie zeigt, womit Menschen konkrete Alltagszahlungen leisten. Die Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik zeigt Kartenbestand, Transaktionsvolumen, Wert der Zahlungen und Akzeptanzstellen. EZB SPACE ordnet Deutschland in den Euroraum ein. girocard-Jahreszahlen zeigen die wichtigste deutsche Debitkarten-Infrastruktur.

Wichtig ist die Trennung zwischen Kartenbestand und Kartennutzung. Eine ausgegebene Karte ist noch keine aktiv genutzte Karte. Eine Wallet-Zahlung kann im Hintergrund eine Kreditkarte, Debitkarte oder girocard verwenden. Eine Kreditkarte ohne Kreditfunktion ist nicht das Gleiche wie eine revolvierende Kreditkarte. Deshalb werden alle Zahlen mit ihrer Datenlogik beschrieben, statt sie in eine einzige Rangliste zu pressen.

Aktualisierungsrhythmus: Bundesbank-Zahlungsverhalten erscheint nicht jährlich im gleichen Detailgrad, die Zahlungsverkehrsstatistik wird regelmäßig aktualisiert, girocard-Jahreszahlen erscheinen meist im ersten Quartal. Diese Seite sollte deshalb im ersten Quartal und nach neuen Bundesbank-Studien aktualisiert werden.

Häufige Fragen zur Kreditkarten Nutzung Deutschland

Wie viele Kreditkarten gibt es in Deutschland?

Ende des ersten Halbjahres 2025 gab es laut Bundesbank rund 36,5 Millionen Kreditkarten in Deutschland. Diese Zahl ergibt sich aus 28,7 Millionen Kreditkarten ohne Kreditfunktion und 7,8 Millionen Kreditkarten mit Kreditfunktion.

Wie hoch ist der Kreditkartenanteil an Alltagszahlungen?

Im Bundesbank-Zahlungstagebuch 2025 entfielen 4,7 % aller erfassten Alltagstransaktionen auf Kreditkarten inklusive Prepaid. Beim Umsatz lag der Anteil bei 8,7 %.

Sind Kreditkarten in Deutschland beliebter als Debitkarten?

Nein. Debitkarten sind im Alltag deutlich stärker. 2025 kamen Debitkarten im Bundesbank-Zahlungstagebuch auf 26,2 % der Transaktionen, Kreditkarten inklusive Prepaid auf 4,7 %.

Warum ist die girocard in dieser Statistik wichtig?

Die girocard ist keine Kreditkarte, aber sie ist die wichtigste deutsche Debitkarte an der Ladenkasse. Sie prägt, wie viele Menschen Kartenzahlung erleben und erklärt, warum klassische Kreditkarten im Alltag weniger dominant sind.

Wie verbreitet ist Mobile Payment in Deutschland?

Mobile Bezahlverfahren kamen 2025 laut Bundesbank auf 10,2 % aller erfassten Alltagstransaktionen. 2023 waren es 6,2 %. Der Anteil hat sich also in zwei Jahren deutlich erhöht.

Gibt es Kreditkarten-Nutzungsdaten nach Bundesland?

Die Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie 2025 veröffentlicht keine vollständige Auswertung der Kreditkarten-Nutzung nach einzelnen Bundesländern. Belastbarer sind die Daten nach Zahlungssituation, Akzeptanz und Wohngegend.

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